Wirtschaftswegekataster

Jülich und der Weg "MH 325"
Von tee [28.06.2016, 08.38 Uhr]

Diplom Ingenieur Thomas Schmitz ist in der Stadt Jülich alleinverantwortlich für die tabellarische Erfassung und Kartografierung von 240 Kilometer unbefestigten und 90 Kilometer asphaltierten Wirtschaftswege im Stadtgebiet. Kritik war aus Reihen der politischen Vertreter im Planungsausschuss gekommen, dass die Erfassung noch nicht abgeschlossen ist.

Schnell wurde den Ausschussmitgliedern in der jüngsten Sitzung klar, welcher langwieriger Aufwand hinter dem Begriff „Wirtschaftswegekataster“ steckt.

1450 Datensätze sind in einer Tabelle einzupflegen in die so genannte Argos Straße Software. Anschließend findet die Übertragung der Knotenpunkte auf Google Maps statt. „Sämtliche Informationen können eingepflegt und fortgeschrieben werden", erläuterte Schmitz.

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Als Beispiel führte Schmitz MH 325 vor Augen. "M" steht für Merzenhausen, es ist der Weg 25 und liegt an Gut Frauenrath 16a. Die Wege werden in Fünfer-Schritten nummeriert, um etwaigen Nachträgen noch Raum zu geben. Ergänzungen werden per Hand nachgetragen.

Zu erfassen sind für die Wege, die Ortslage und der Knotenpunkt, Flur und Flurstück, dann Länge und Breite, Fläche und das Material. Denn bei den Wegen wird auch berücksichtigt, ob es Unebenheiten gibt oder Risse, wie die Spurillentiefe ist und ob der Weg geflickt ist. Eine hinterlegte Formel berechnet schließlich die Qualität, die nach dem Schulnoten-System von sehr gut bis ungenügend benotet wird. Sie bezeichnet darüber hinaus den so genannten "Gebrauchswert".

Auf Nachfrage ist zu erfahren, dass es natürlich mit reiner Computererfassung nicht getan ist. Immer gehört auch ein Ortstermin dazu. So gleicht Thomas Schmitz die Datensätze mit der Realität ab. Ebenso selbstverständlich sind Gespräche mit den Landwirten vor Ort.

Parallel zum Wirtschaftswegekataster ist Thomas Schmitz mit dem Straßenkataster der Stadt Jülich befasst. Hier sind 180 Kilometer zu listen - und das hat Priorität.


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