Gymnasium Zitadelle ist bühnenreif

Jülicher Theaterfestival endet komödiantisch
Von Redaktion [20.06.2016, 06.26 Uhr]

In dichter Folge beenden die Literaturkurse 2 und 3 des Gymnasiums Zitadelle das diesjährige „Theaterfestival“ der Schule, mit dem sich das Gymnasium Zitadelle traditionsgemäß in die Sommerpause verabschiedet. Jeweils etwa 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 haben zwei Klassiker der Komödie erarbeitet, die zum festen Theaterrepertoire gehören und "trotz ihres Alters nichts von ihrer Frische und Aktualität verloren haben", wie Initiator Pedro Obiera meint.

Nikolai Gogols böser Spießer-Satire „Der Revisor“ kommt mit dem Literaturkurs 3 unter Leitung von Pedro Obiera am Dienstag, 28., sowie Mittwoch, 29. Juni, auf die Bühne der Jülicher Stadthalle, Düsseldorfer Straße. Der Vorhang hebt sich jeweils um 19.30 Uhr.

Das 1836 in St. Petersburg uraufgeführte Stück nimmt die korrupten und intriganten Strukturen einer kleinen, heruntergekommenen russischen Stadt aufs Korn. In helle Aufregung versetzt die Obrigkeit die Nachricht, dass ein „Revisor“ aus St. Petersburg die Geschäfte der Stadt untersuchen werde. Ein zufällig eintreffender, völlig mittelloser Student wird für den gefürchteten Kontrolleur gehalten und damit kommt es zu bizarren Verwechslungen und Konflikten, bis sich am Ende der wirkliche Prüfer einfindet.

Eine turbulente, drastische Komödie über Zustände, die sich bis heute nicht nur in Russland erhalten haben. Mit dem „Revisor“ beteiligt sich das Gymnasium Zitadelle zum zweiten Mal an den Schultheatertagen des Kreises Düren. Dafür ist eine zusätzliche Aufführung im Schloss Burgau für den 1. Juli vorgesehen.

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Probenbild aus "Der Revisor"

Probenbild aus "Der Revisor"

Eine Woche zuvor, am Montag, 20. Juni, sowie Mittwoch, 22. Juni, zeigt der Literaturkurs 2 von Martina Sowa Aristophanes Klassiker „Lysistrata“ in einer modernisierten Fassung. Auch diese Aufführungen beginnen um 19.30 Uhr in der Stadthalle.

Obwohl das Stück bereits 2400 Jahre alt ist, ist die Thema aktueller denn je. Und mit seiner Bühnenwirksamkeit hat es die Theaterpraxis bis heute beeinflusst. In der Urfassung haben die Frauen von Athen und Sparta die Nase voll von ihren Männern, die sich jahrzehntelang bekriegen und ihre Familie und ihre Städte vernachlässigen. Sie beschließen, sich ihren Männern solange zu verweigern, bis diese aufhören, sich sinnlos totzuschlagen. Lysistrata führt die Frauen an und es kommt zu denkbar komischen Verwicklungen, die den ernsten Hintergrund jedoch niemals vergessen lassen. Der Literaturkurs hat die Handlung in unsere Zeit übertragen, ohne den Handlungskern zu verändern.

Eintrittskarten zu allen Vorstellungen in der Stadthalle sind im Körber-Shop des Gymnasiums Zitadelle sowie in der Buchhandlung Fischer und an der Abendkasse zu erwerben.


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