Neues Schulprojekt

Overbacher am Rande des Weltalls
Von Thomas Henneke [17.06.2016, 08.53 Uhr]

Hoch hinaus ging es für das Gymnasium Haus Overbach: Im Rahmen eines Physikprojektes der achten Klassen wurde ein Wetterballon, ausgestattet mit einer Kamera und verschiedenen Messsonden, vom Schulhof aus gestartet, der seinen Weg in luftige Höhen bis hoch in die Stratosphäre antrat. Betreut werden die Nachwuchs-Physiker von den Fachlehrern Jenny Staß und Dr. Michael Dohmen.

Bereits im Oktober 2015 stieg man in die Planungen des Projektes ein: Es wurden das nötige Equipment besorgt, Genehmigungen eingeholt, Versicherungen abgeschlossen sowie das unterrichtliche Rahmenprogramm gestaltet. Dr. Jens-Uwe Grooß, Schülervater und Mitarbeiter des Institutes für Stratosphärenforschung des Forschungszentrums Jülich, konnte als wissenschaftliche Begleitung für das Projekt gewonnen werden.

Neben seiner vielfältigen Unterstützung bei der Planung und Durchführung des Projektes führte Dr. Grooß die rund 120 Schülerinnen und Schüler Ende April in die Thematik Stratosphärenforschung ein. Ausgestattet mit dem nötigen Grundwissen und mit vielen Ideen und Anregungen setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den verschiedenen Facetten eines Stratosphärenflugs auseinander. Es wurden Referate, Plakate, Handouts und Aufgaben rund um das Thema Stratosphärenforschung erstellt, die sich mit Fragestellungen wie "Warum steigt der Ballon auf?“, „Druck und Auftrieb in Gasen“, "Wo beginnt der Weltraum?" oder "Was den Ballon zurück zur Erde führt - Gewichtskraft und freier Fall" beschäftigten.

Gleichzeitig ging es für die betreuenden Lehrkräfte in die finale Planungsphase des Projektes, die ohne das tatkräftige Mitwirken des Hausmeisters Detlef Keutmann kaum zu bewältigen gewesen wäre. Herr Keutmann übernahm nicht nur die Konstruktion der Sonde, sondern optimierte sie sogar in einigen wesentlichen Details.

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Am Starttag zeigte sich auch das Wetter von seiner besten Seite, man freute sich über strahlenden Sonnenschein und nahezu Windstille. So kam in der letzten Unterrichtsstunde die Schulgemeinde auf dem Schulhof zusammen und um 13.30 Uhr verließ das insgesamt 20 Meter lange Gespann, bestehend aus Wetterballon, Fallschirm und Sonde, unter dem Jubel der Schülerinnen und Schüler den Boden des Schulgeländes.

In einer Höhe von rund 25.000 Metern platzte der Ballon und trat dank des Fallschirms einen ruhigen Rückweg zur Erde an. Insgesamt drei Stunden sammelte die Sonde Messdaten zu Temperatur, Luftdruck, Flughöhe und –geschwindigkeit sowie atemberaubende Bilder, bevor sie eine sanfte Landung auf dem Wartehäuschen einer S-Bahn-Haltestelle in der Nähe von Rheinbach absolvierte.

Dieser zentrale Landeort sowie die Aufmerksamkeit einer Passantin vereinfachten die Bergung der Sonde entscheidend. Statt die Sonde über das eingebaute GPS-Gerät orten zu müssen, erhielten die Lehrkräfte einen Anruf mit der Adresse des Fundortes.

Noch vor Ort konnte man die erfolgreiche Aufnahme des Videomaterials sowie der Messdaten bestätigen, die in den kommenden Wochen ausgewertet werden.


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