Großeinsatz der Feuerwehr im Jülicher Nordviertel
Von tee [21.05.2016, 19.46 Uhr]

Immer wieder ertönte das Martinshorn. Ein Brand in einem Hochhaus in der Kopernikusstraße im Jülicher Nordviertel rief 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz.

13.40 Uhr ging in der Leitstelle der Alarm ein. Ein Nachbar hatte der Feuerwehr zunächst lediglich über eine Rauchentwicklung gemeldet. Im ersten Stock des Hauses Nr. 64 brannte es beim Eintreffen der Einsatzkräfte, so dass weitere Löschfahrzeuge und Feuerwehrleute alarmiert wurden. Sofort wurde das siebengeschossige Hochhaus geräumt. Rund 80 Bewohner mussten evakuiert werden. Da im Flur eine Temperatur von 400 Grad herrschte, wurden die Familien per Drehleiter aus dem Gebäude gebracht.

Schnell hatten die Feuerwehrleute den Brandherd im Griff, so dass das Feuer nicht auf die benachbarten Wohnungen übergriff. Glücklicherweise gab es auch keine Schwerverletzten. 25 Menschen wurden wegen Verdachts auf Rauchvergiftung vor Ort von der Notärztin und den Sanitätern versorgt. Von diesen kam lediglich einer der beiden Hausmeister zur Beobachtung ins Krankenhaus.

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Wie es zum Brand kam konnte Einsatzleiter Swen Henseler nicht sagen. Hier wird die Polizei ab Montag ermitteln. Die Wohnung ist versiegelt.

Entstanden ist das Feuer in Abwesenheit der drei Wohnungsinhaber, bei denen es sich um ein Flüchtlingsehepaar und einen alleinstehenden Flüchtling handelt. Bei ihrer Rückkehr erlitt die Frau einen Schock. Da sie hochschwanger ist, kam auch sie vorsorglich ins Krankenhaus. Doris Vogel, Sozialamtsleiterin, und zuständig für die Flüchtlinge, organisierte sofort eine neue Unterkunft.

Vor Ort war ebenfalls Jürgen Breuer vom Bauordnungsstadt Jülich und Bürgermeister Axel Fuchs, die sich ein Bild von der Lage machten. Anfangs war unklar, ob die Menschen in ihre Wohnungen würden zurückkehren können. Erst nach Belüftung der Wohnungen und späterer Kohlenmonoxyd-Messungen durch die Feuerwehr, sowie vorsorglichem Einsatz von Stützpfeilern und Prüfung der Statik, konnten am späteren Nachmittag die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurück.


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