KuBa-Kino

"Grüße aus Fukushima" nach Jülich
Von Redaktion [01.05.2016, 17.26 Uhr]

Am fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima fand in Jülich eine Mahnwache für die Opfer statt. Jetzt zeigt das Jülicher Kino im Kulturbahnhof am Montag, 2. Mai, ab 20 Uhr den neuen Film "Grüße aus Fukushima" von Doris Dörrie.

Die junge Deutsche Marie ist eine, die auszieht, das Fürchten zu lernen. Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist sie für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bringen. Schweres leichter machen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich schon bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist.



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Foto: ©  Majestic

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Doch bevor sie erneut davon läuft, beschließt Marie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide – jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last ihrer Erinnerungen zu befreien.

"Grüße aus Fukushima" ist Doris Dörrie (“Dieses schöne Scheißleben”, “Glück”) zweiter Film, der in Japan spielt. In dem erfolgreichen Drama „Kirschblüten-Hanami“ mit Elmar Wepper (“Alles ist Liebe“) und Hannelore Elsner (“Familienfest“) schickt sie bereits einen Witwer nach Japan, der dort den Herzenswunsch seiner verstorbenen Frau erfüllen will. Für ihren neuesten Film war das Drehteam im Jahr 2015 an den Originalschauplätzen in der Provinz Fukushima und in Tokio unterwegs.


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