Kinoprogramm

Dänisches Mädel und letzter Wolf im KuBa
Von Redaktion [03.03.2016, 19.38 Uhr]

Die Geschichte eines Mannes, der als "Frau" einer Malerin Modell sitzt, die gleichzeitig seine Gattin ist und auf einmal in eine Sinnkrise gerät. Denn er findet gefallen an dem "sie-Sein". "Danish Girl" heißt dieser Film, der am Montag, 7., und Dienstag, 8. März, im Jülicher KuBa zu sehen ist.

Wie stark kann eine Liebe sein? Diese Frage stellt Tom Hooper, der für "The King`s Speech" einen Oscar bekam, in seinem neuen Film "The Danish Girl". Es ist eine wahre Geschichte, die von Lili Elbe, die als Mann Einar Wegener mit Ehefrau Gerda ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der zwanziger Jahre führt. Als die anfangs noch erfolglose Malerin Gerda sie bittet, als weibliches Modell zu posieren, finden die daraus resultierenden Portraits einen ungemeinen Anklang. Es scheint, als ob Gerda endlich die Muse gefunden hat, die sie zu wahrer Meisterleistung inspiriert.

Währenddessen entwickelt Lili eine ganz eigene Liebe zu dieser anderen, neuen Seite an sich, eine Liebe zu der Frau, die sie sein möchte. Nach und nach wächst in Lili der unbändige Wunsch heran, vollständig und damit zukünftig auch körperlich als Frau zu leben… Doch was bedeutet dieser Schritt für ihr gemeinsames Leben, ihre Sehnsüchte und somit auch für ihre Ehe? Dieser Film ist eine Hommage an Gerdas Toleranz und Lilis Mut.

Die Vorlage zu "The Danish Gilr" ist der gleichnamige Bestseller von David Ebershoff. Mit diesem Projekt setzen Regisseur Tom Hooper und Oscar-Gewinner Eddie Redmayne (Die Entdeckung der Unendlichkeit) ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die sie vor drei Jahren mit der Musicalverfilmung Les Misérables begonnen haben.

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Beim Filmfrühstück am Mittwoch, 9. März, steht ab 9.30 Uhr "Der letzte Wolf" im Mittelpunkt. Die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Studenten Chen Zhen und einem Wolfswelpen entwickelt sich vor der bizarr-malerischen Kulisse der Mongolei.

Zeitreise in das China des Jahres 1967. Der Student Chen Zhen wird in die innere Mongolei geschickt. Hier, im majestätisch sich erhebenden, grenzenlosen Grasland, soll er den Schäfern Lesen und Schreiben beibringen. Doch seine Leidenschaft gilt vom ersten Tag der archaischen Wildnis und dem von den Nomaden am meisten gefürchteten und am meisten verehrten Tier: dem Wolf. Allen Warnungen zum Trotz beobachtet Chen Zhen heimlich die stürmischen Raubzüge der Wolfsrudel. So wird er Zeuge von urgewaltigen Jagdszenen und ist tief bewegt von der Erhabenheit, die von dem erschreckend schönen und ebenso tödlichen Tier ausgeht.

Als aus Peking der Befehl eintrifft, die Wölfe als Gefahr für Vieh und Mensch auszuschalten und alle Wolfsjungen zu töten, rettet Chen Zhen einen jungen Wolf und zieht ihn auf. Es entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen dem jungen Mann und dem kleinen Tier, doch das Wolfsrudel vergisst nicht, was ihm genommen wurde. Während immer mehr Bauern in die Steppe drängen, haben sich die Wölfe ein neues Ziel gewählt: die Siedlungen der Menschen. In dem tiefen Abgrund zwischen Mensch und Natur steht bald nicht nur die Freundschaft zwischen Chen Zhen und dem wilden Tier, sondern auch das Leben des letzten Wolfs auf dem Spiel.

Der chinesisch-französische Film unter der Regie von Jean-Jacques Annaud, der schon 1988 mit "Der Bär" einen mehrschichten Film drehte, wird vom KuBa-Kino in Kooperation mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Jülich gezeigt. Eine Reservierung – Rufnummer 02461-346 643 – ist zwingend erforderlich. Aufgetischt wird zum Frühstück ab 9.30 Uhr, der Film beginnt um 10.30 Uhr.


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