Neues aus dem Forschungszentrum

Jülicher erforschen Alternative zu Raps und Mais
Von Redaktion [26.02.2016, 07.44 Uhr]

Jülicher Wissenschaftler erforschen Alternativen zu konventionellen Energiepflanzen wie Raps und Mais, die eine schlechte Klimabilanz haben und Nahrungspflanzen verdrängen. Eine davon ist Sida hermaphrodita, die aus Nordamerika stammt.

Die mehrjährige, staudenartige Pflanze wächst bis zu vier Meter hoch und entwickelt bis zu einem Drittel mehr Biomasse als Mais. Die verholzten Triebe der Sida können gehäckselt und zu Pellets oder Briketts gepresst werden. Ein Hektar liefert genügend Energie, um fünf bis zehn Eigenheime mit Strom und Warmwasser zu versorgen.

Werbung

Die verholzten Triebe haben außerdem einen hohen Zelluloseanteil, der die Pflanze zu einem potenziellen Zellstofflieferanten für Dämm- und Verpackungsmaterial macht. Aus der grünen Biomasse der Pflanze lässt sich Biogas gewinnen. Schließlich macht ihre lange Blühperiode die Felder zu einer Weide für Bienen und andere Bestäuberinsekten.

„Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Energiepflanzen ist auch die Mehrjährigkeit der Sida hermaphrodita“, erklärt Nicolai David Jablonowski vom Institut für Pflanzenwissenschaften. Einmal etabliert, kann sie bis zu dreißig Jahre lang Biomasse liefern, der Boden muss nur wenig bearbeitet werden, Herbizide sind nicht notwendig. Damit muss wenig Energie eingesetzt werden, was eine positive Klimabilanz zur Folge hat. Sida hermaphrodita wächst auch auf schlechteren Böden, die normalerweise nicht für den Ackerbau genutzt werden können. Außerdem ist sie extrem frosttolerant und überlebt Temperaturen bis zu minus 35 Grad.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung