Vier Filme

KuBa-Kino ist tragisch, dokumentarisch und komisch
Von  [28.11.2015, 17.33 Uhr]

45 Jahre und wieder auf Anfang

45 Jahre und wieder auf Anfang

Viermal Kino in der kommenden Woche in Jülich, in der sich der Geist des Vergangenen, Gegenwärtigen und Zukünftigen begegnen: Tragisch-dramatisch geht es bei den Vorbereitungen zum 45. Hochzeitstag am Montag, 30. November, und Dienstag, 1. Dezember zu. Jeweils um 20 Uhr reisen die KuBa-Kino-Besucher mit Kate und Geoff in "45 years" in die Vergangenheit, denn ein Brief aus der Schweiz stellt ihren Alltag auf den Kopf. Man hat die Leiche von Geoffs Jugendliebe Katya in einem Gletscher entdeckt, eingefroren und im Eis konserviert, Jahrzehnte nach ihrem Unfalltod. Nach und nach geraten Kate und Geoff in einen Sog von Erinnerung und Vorstellung, von nicht gestellten Fragen und nie gegebenen Antworten, bis sie schließlich vor einer ähnlichen Entscheidung stehen wie vor 45 Jahren.

In „Neuland” werden am Mittwoch, 2. Dezember, junge Migranten während der zweijährigen Schulzeit in einer Integrationsklasse in Basel auf ihrem ungewissen Weg in eine hoffentlich bessere Zukunft begleitet– in einem für sie unbekannten Land mit einer fremden Sprache und Kultur.

Sie sind weit gereist – per Flugzeug, Zug, Bus oder Boot. Jetzt finden sie sich in der Integrationsklasse von Lehrer Christian Zingg in Basel wieder, wo Jugendliche aus aller Welt innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Unter ihnen der 19-jährige Ehsanullah aus Afghanistan, der das Meer in einem Schlauchboot und die Berge zu Fuß überquert hat. Oder die albanischen Geschwister Nazlije und Ismail, die ihre Heimat aus familiären Gründen verlassen haben und nun bei Verwandten wohnen. Wie die drei hoffen alle in Christian Zinggs Klasse, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in der neuen Heimat ihre Träume leben zu können.

Der Film wird ab 20 Uhr in Zusammenarbeit mit Bündnis 90 / die Grünen Jülich gezeigt.

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"Neuland" betreten mit jugendlichen Flüchtlingen in der Schweiz

"Neuland" betreten mit jugendlichen Flüchtlingen in der Schweiz

"Die Feuerzangenbowle" reicht der Jülicher Kulturbahnhof traditionell in der Adventszeit und diesmal am Vorabend von Nikolaus, 5. Dezember, ab 20 Uhr. Zu "Pfeiffer mit drei f", der als erfolgreicher Schriftsteller noch einmal Pennäler sein möchte und mit "Schnauz", "Bömmel" und "Zeus" sein zweites Abitur baut gibt es natürlich nicht nur Feuerzangenbowle auf der Leinwand, sondern auch ausgeschenkt. Dafür sollen die Gäste eigene Tassen mitbringen.

Zu Nikolaus, 6. Dezember, ab 20 Uhr heißt es zum dritten Mal: "Er ist wieder da".

Knapp 70 Jahre nach seinem unrühmlichen Abgang erwacht Adolf Hitler im Berlin der Gegenwart. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Angela Merkel und vielen tausend Ausländern startet er, was man am wenigsten von ihm erwartet hätte: eine Karriere im Fernsehen. Denn das Volk, dem er bei einer Reise durch das neue Deutschland begegnet, hält ihn für einen politisch nicht ganz korrekten Comedian und macht ihn zum gefeierten TV-Star. Und das, obwohl sich Adolf Hitler seit 1945 äußerlich und innerlich keinen Deut verändert hat.

"Er ist wieder da" ist keine Romanverfilmung nach dem Bestseller von Timur Vermes, denn Hauptdarsteller Oliver Masucci spielt Adolf Hitler nicht nur an der Seite von erstklassigen Kollegen wie Fabian Busch, Christoph Maria Herbst und Katja Riemann – er begegnet in dokumentarischen Szenen auch dem kleinen Mann auf der Straße, außerdem Kleintierzüchtern, Unternehmern, Prominenten, Jungpolitikern, Journalisten, Nipstern und Neonazis.


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