KuBa-Kino

Jülich: Viel Gefühl, Zweifel und Glaubensfragen
Von Redaktion [19.11.2015, 08.17 Uhr]

Gefühlschaos und "Alles steht Kopf"

Gefühlschaos und "Alles steht Kopf"

"Alles steht Kopf" wenn die Gefühle in Wallung geraten. Wie das geht erfahren Besucher im Kinderkino im Jülicher Kulturbahnhof am Montag, 23., und Dienstag, 24. November, jeweils um 17 Uhr.

Im Hauptquartier, dem Kontrollzentrum im Kopf der elfjährigen Riley, leisten fünf Emotionen Schwerstarbeit: Angeführt von der optimistischen Freude, die Riley immer nur glücklich sehen möchte, sorgt sich Angst ständig um Rileys Sicherheit, während Wur auf der Suche nach Gerechtigkeit bisweilen die Hutschnur platzt. Und die aufmerksame Ekel schützt den Teenager davor, sich zu vergiften – körperlich oder mental. Nur die unglückliche Kummer weiß nicht so Recht, was ihre Aufgabe ist – nun ja, die anderen offensichtlich aber auch nicht.

Als Rileys Familie eines Tages vom Land in eine fremde große Stadt zieht, sind die Emotionen gefragt, Riley durch die bislang schwerste Zeit ihres Lebens zu helfen. Aber als Freude und Kummer durch ein Missgeschick tief im Gedächtnis des Mädchens verschwinden, liegt es an den anderen drei Emotionen, das Chaos in den Griff zu bekommen. Dummerweise haben Freude und Kummer versehentlich wichtige Kernerinnerungen von Riley mitgenommen und müssen diese nun unbedingt ins Hauptquartier zurückbringen, wenn sie nicht für immer verloren gehen sollen. Es beginnt eine aufregende Reise durch ihnen unbekannte Hirnregionen wie das Langzeitgedächtnis, das Fantasieland, das Abstrakte Denken und die Traum Studios, die von den beiden Emotionen alles abverlangt – auch, über den eigenen Gefühlsrand hinauszuwachsen.

Bei der Demaskierung eines Malerfürsten können ebenfalls am Montag, 23., und Dienstag, 24. November, im Abendprogramm ab 20 Uhr Kunstfreunde "Ich und Kaminski" sehen.

Der deutsch-belgische Film führt seine Besucher nach Deutschland, in die Zeit kurz vor der Jahrtausendwende. Sebastian Zöllner, Kunstjournalist und Meister der Selbstüberschätzung, plant seinen großen Coup: ein Enthüllungsbuch über den legendären, aber fast vergessenen Maler Manuel Kaminski, Schüler von Matisse und Freund von Picasso, der einst als „blinder Maler“ Berühmtheit erlangte.

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Eine "Verfehlung" oder doch nur ein falscher Verdacht?

Eine "Verfehlung" oder doch nur ein falscher Verdacht?

Der skrupellose und ehrgeizige Karrierist macht sich auf den Weg zu dem entlegenen Chalet hoch oben in den Alpen, wo der greise Künstler zurückgezogen und von Vertrauten abgeschirmt lebt. Er dringt in Kaminskis Haus, Leben und Vergangenheit ein und nimmt ihn kurzerhand mit auf eine halsbrecherische und irrwitzige Reise zu dessen tot geglaubter Jugendliebe. Unterwegs will er ihm mit List und Dreistigkeit seine Geheimnisse entlocken. Aber bald muss er feststellen, dass er dem Alten, ob blind oder nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

Ob der katholische Gefängnisseelsorger Jakob Völz der Zerreißprobe für seinen Glauben und sein Selbstverständnis gewachsen ist erfahren Kinobesucher am Mittwoch, 25. November, im Film "Verfehlung", zu dem die katholische und evangelische Gemeinde Jülichs ab 20 Uhr einladen.

“Da schmeißt einer mit Dreck, und es ist nur eine Frage der Menge, ob was hängen bleibt…” sagt Völz` bester Freund und Kollege Dominik Bertram wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch in Untersuchungshaft genommen wird.

Mit seinem Debütfilm ist Regisseur Gerd Schneider ein komplexes wie authentisches Drama gelungen. "Verfehlung" erzählt von Freundschaft, Verantwortung, Glauben und Verrat und blickt dabei sowohl ins Innere des Systems Kirche als auch in menschliche Beziehungen. Die herausragenden Darsteller Sebastian Blomberg (Zeit der Kannibalen), Jan Messutat (Hin und weg) und Kai Schumann verkörpern ihre Rollen glaubwürdig und ergänzen das starke Drehbuch somit zu einem intensiven Kinoerlebnis. Ausgezeichnet mit dem Preis des 6. Kirchlichen Filmfestivals Recklinghausen.

Angestoßen wurde dieser Abend gemeinsam von der Pfarre Heilig Geist und der Evangelischen Kirchengemeinde Jülich. Durch das Gespräch im Anschluss leiten Pastor Josef Wolff, Petra Graff, Gemeindereferentin und Präventionsbeauftragte der Pfarrei und Pfarrer Horst Grothe.


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