Workshops zu Jülich 2030+

Vielfalt und Kreativität Jülichs (ab)gefragt
Von Gisa Stein [18.11.2015, 07.26 Uhr]

Innerhalb des Wettbewerbs „Jülich2030+  Bürger.Schaffen.Zukunft.“ wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen eines Workshops ausgewertet und zu Ideen und Visionen formuliert. Foto: Stadt Jülich

Innerhalb des Wettbewerbs „Jülich2030+ Bürger.Schaffen.Zukunft.“ wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen eines Workshops ausgewertet und zu Ideen und Visionen formuliert. Foto: Stadt Jülich

Erster Workshop des Wettbewerbs eröffnet Mit rund 100 Teilnehmern ist der Wettbewerb „Jülich 2030+ - Bürger. Schaffen. Zukunft.“ in eine wichtige Phase eingetreten: der Bürgerdialog nahm mit einem Workshop im Science College von Haus Overbach Fahrt auf und konkrete Formen an. Rund drei Stunden standen eine Vielfalt an kreativen Ideen und Visionen im Foyer des Science College in Haus Overbach und als Notizen auf den Stellwänden, die zu einem Schmelztiegel an Wünschen für die Stadt wurden.

„Wenn man nicht weiß, wohin man will, weiß man auch nicht, wann man angekommen ist“, so Dezernentin Katarina Esser zusammenfassend am Ende der Veranstaltung. Wegweisend war für sie und die projektbegleitenden Mitarbeiterinnen der Stabsstelle Stadtmarketing die „bewundernswerte Fülle von entwickelten Ideen.“ Sie dankte den Workshop-Teilnehmern, die „hier sitzen, weil die Stadt es wert ist, dass man sich für sie einsetzt.“

Unter den über 100 Teilnehmern waren Bürgerinnen und Bürger vom Jugendlichen bis zur Seniorin, aus Wirtschaft und Politik, Einzelhandel, Sportvereinen, Wissenschaft, Kultureinrichtungen bis zur Industrie.

­Zunächst präsentierte Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich von der Katholischen Hochschule NRW die vorläufigen Ergebnisse der in den Vorwochen vorgenommenen Bürgerbefragung. Insgesamt 3000 Fragebögen sind an zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger verschickt worden. Auch im Internet und an einem Informationsstand auf dem Wochenmarkt konnte teilgenommen werden. Insgesamt wurden 1010 Fragebögen ausgefüllt, die zu einer repräsentativen Auswertung geführt haben.

In einzelnen Gruppen beschäftigten sich die Workshop-Teilnehmer mit den Ergebnissen. Danach sind Individualangebote relevanter als Gemeinschaftsangebote, die Bildungsangebote müssen nicht notwendigerweise wohnortnah sein, dafür aber besser vernetzt. Nahversorgung und soziale Teilhabe sind überall wichtig und der Individualverkehr wird auch im Jahr 2030 eine große Bedeutung haben.

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In einzelnen Arbeitsgruppen wurden themenbezogen Visionen für die „Zukunftsstadt Jülich“ entwickelt. Foto: Stadt Jülich

In einzelnen Arbeitsgruppen wurden themenbezogen Visionen für die „Zukunftsstadt Jülich“ entwickelt. Foto: Stadt Jülich

Die Anbindung der Rur und ein besonderes Augenmerkt auf die Grünzüge und –flächen der Stadt, ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept oder ein zentrales Portal für Wohnungssuchende waren nur einige Beispiele. Attraktive Angebote für junge Menschen gilt es nach den Wünschen der beim Workshop auch vertretenen Mitglieder des Jülicher Jugendparlaments umzusetzen. Dazu gehört eine gute Vernetzung von Gastronomie als Plattform auch für soziale Kontakte und Einzelhandel mit einem ansprechendem Sortiment für die junge Generation, um die Verweildauer der Besucher der Stadt auch im Jahr 2030 attraktiv zu gestalten.

Inklusives Denken und Gestalten gehörte für die Arbeitsgruppe zum Thema rund um soziale Teilhabe zur Grundlage aller Ideen. Die Schaffung attraktiver Wohngebiete mit neuen Wohnformen oder eine Markthalle gehörten zu Visionen, mit deren Umsetzbarkeit sich die Teilnehmer auseinanderzusetzen wünschten. Schließlich gehörten auch beleuchtete Radwege, ein „Jülicher Mobilitätsportal“ und ausreichend breite Bürgersteige zu ausbaufähigen Ideen, die beim Workshop Gehör fanden.

In weiteren Workshops sollen nun diese Ideen konkretisiert werden. Viele der Teilnehmer haben ihre Zusagen bereits jetzt gegeben, am weiteren Verlauf des Projektes mitzuwirken, neue Mitstreiter sind herzlich willkommen. Der nächste Workshop findet am 22. Januar im Forschungszentrum statt. Wer möchte, kann sich bereits jetzt dazu anmelden, Weitere Informationen sind bei der Stadt Jülich unter 02461-63420 oder Email IPuetz@juelich.de erhältlich sowie unter www.zukunftsstadt-juelich.de


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