Signet des Arbeitskreis für ein inklusives Jülich wird verliehen

Welche Lokalitäten Jülichs sind barrierefrei?
Von Redaktion [25.11.2015, 07.24 Uhr]

Der Findungskreis

Der Findungskreis

In Jülich setzt sich seit nunmehr drei Jahrzehnten der "Arbeitskreis für ein inklusives Jülich" (AKI) für die Belange von Menschen mit Handicap ein. Was 1982 auf Initiative der Sozialplanung der Stadt Jülich als Behindertenfachgesprächskreis startete, wurde im Jahr 1997 als Arbeitskreis für Integration (AKI) fortgeführt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Jülich wurde stetig ausgebaut und vertieft. Im Oktober 2011 benannte sich der Arbeitskreis um in "Arbeitskreis für ein inklusives Jülich (AKI)" und folgte damit der Entwicklung vom Fürsorgegedanken hin zur Forderung nach Teilhabe und Teilgabe der Menschen mit Behinderung.

Um mittendrin zu sein, nehmen und geben zu können, muss der Mensch aber zunächst hinkommen und da sein können. Voraussetzung für Inklusion ist, dass der gesellschaftliche Raum so gestaltet ist, dass Menschen mit Handicap dort auch hinkommen und da sein können. Der öffentliche Raum muss also barrierefrei sein. Bereits in 2010, 2011 und 2013 hatte der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich zu einer Aktion "Menschen mit Handicap - herzlich willkommen!" aufgerufen und mit einer Fragebogenerhebung Jülicher Geschäftsleute, Ärzte und öffentliche Einrichtungen aufgefordert, sich Gedanken zu einer barrierefreien Gestaltung ihrer Räumlichkeiten zu machen.

Neben der behindertengerechten Gestaltung der Räumlichkeiten wird auch besonderer Wert gelegt auf den freundlichen, hilfsbereiten und respektvollen Umgang mit Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen. Eine solche "Gestaltung für alle" schafft Verbesserungen für die ganze Bevölkerung, insbesondere auch für Familien mit Kindern und Seniorinnen und Senioren.

Werbung

Im Rahmen dieser Aktionen konnten 100 Einrichtungen, Geschäfte, Praxen ausgemacht werden, die bereits über einen barrierefreien Zugang verfügen bzw. Menschen mit Handicap Unterstützung und Hilfestellung geben bei dem Besuch ihrer Räumlichkeiten und der Inanspruchnahme der von ihnen angebotenen Leistungen. An diese Einrichtungen in Jülich wurde das vom Arbeitskreis gemeinsam mit Bewohnern des Stammhauses entwickelte Signet "Menschen mit Handicap - herzlich willkommen!" verliehen.

Barrierefreies Leben in Jülich richtet sich an alle und daher setzt sich der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich auch im Herbst 2015 für eine Verbesserung der barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raumes ein. Mitte September startete die vierte Runde der Signet-Verleihung mit dem Versand von etwa 80 Fragebögen an Jülicher Hotels, Pensionen, Restaurants, Gaststätten, Imbisse und Cafés. Der Arbeitskreis hofft auf eine rege Teilnahme der angeschriebenen Betriebe.

Seit Mitte November werden die Fragebogenrückläufe durch den AKI ausgewertet. Die diesjährige Verleihung des Signets findet statt im Rahmen eines kleinen Festaktes am UNO-Welttag der Menschen mit Behinderungen, Donnerstag, 3. Dezember, um 16 Uhr im Kulturbahnhof.

Anschließend lädt der AKI in Kooperation mit dem KuBa-Kino um 18 Uhr ein zur Filmvorführung "Verstehen Sie die Béliers?". Die unerhörte Komödie aus Frankreich erzählt erfrischend komisch aus der stillen, aber gar nicht lautlosen Welt der Familie Bélier, in der alle bis auf Paula gehörlos sind.

Sondereintritt 3 Euro. Weitere Informationen zur Signet-Aktion und zur Veranstaltung sind zu erhalten im Amt für Familie, Generationen und Integration, Tel.: 02461 63 239 (Beatrix Lenzen) oder unter www.juelich.de/menschenmitbehinderungen


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung