Jülicher Forscher bewerten Ozonlochgröße
Von Redaktion [27.10.2015, 17.25 Uhr]

Das Ozonloch ist wieder da. Obwohl: Wirklich weg war es in den vergangenen Jahren nicht. Jeden Herbst reißt die Schicht über der Antarktis auf – 2015 ist das Ozonloch fast so groß wie im Rekordjahr 2006. Für Jülicher Stratosphärenforscher ist das weder ein neues Alarmsignal noch eine große Überraschung.

„In 20 bis 30 Kilometern Höhe finden wir nach wie vor große Mengen Chlor, die zum Abbau von Ozon beitragen. Das wird noch Jahrzehnte so sein, denn die Bestandteile der Verursacher – der Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) – sind äußerst langlebig“, sagt Dr. Rolf Müller vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung. Hinzu kommt, dass verschiedene Faktoren den Abbau des Ozons beeinflussen.

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So können Luftströmungen für Bedingungen sorgen, die die chemischen und physikalischen Prozesse verstärken oder abschwächen. „Die meteorologischen Rahmenbedingungen variieren jedoch von Jahr zu Jahr, daher werden wir immer wieder Schwankungen beim Ozonloch erleben“, so Müllers Kollege Dr. Jens-Uwe Grooß. So muss auch in den kommenden Jahren mit rekordverdächtigen Werten gerechnet werden, wenn sich ähnliche Konstellationen ergeben wie in diesem Jahr. Generell, so sind die Jülicher Experten überzeugt, wird sich die Ozonschicht aber erholen. „Dazu müssen wir allerdings Geduld haben“, so Müller.

Die Jülicher Stratosphärenforscher sind als Autoren und Gutachter am Bericht zur Situation der Ozonschicht beteiligt, den die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) alle vier Jahre veröffentlichen.


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