Jülich: Erinnern in Film und Wort
Von Redaktion [03.11.2015, 08.09 Uhr]

Die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann ist eine anerkannte Erinnerungsexpertin. Sie kommt am Montag, 9. November, auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung Kirchenkreis nach Jülich ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört seit den 1990er Jahren die Kulturanthropologie mit den Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen. Intensiv hat sie sich zum Beispiel mit der deutschen Erinnerungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt.

Damit verbinden sich grundsätzliche Fragen: Wie erinnert ein Individuum? Was heißt es, seine persönliche Geschichte in einem nationalen Kontext zu erinnern? Wie erinnert sich das Kollektiv einer Nation? Im Rahmen der historischen Jubiläen in 2014 und 2015 haben wir erlebt, was es heißt, wenn verschiedene Nationen und Individuen auf einschneidende traumatische Ereignisse zurückblicken – mit welchen Konsequenzen für die Gegenwart und Zukunft?

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Prof. Dr. Aleida Assmann wird ab 15 Uhr einen Vortrag über individuelles, nationales und europäisches Erinnern am Beispiel der aktuellen Gedenkdaten halten. Darüber hinaus wird sie ihren Film zum Gedenkjahr 1945-2015 mit dem Titel „Anfang aus dem Ende. Die Flakhelfergeneration“ vorstellen und mit den Teilnehmenden diskutieren.

Die sogenannte Flakgeneration umfasst die Jahrgänge 1926-29, die in den letzten Kriegsjahren von der Schulbank an die Flugabwehrkanonen abkommandiert wurden. Diese Generation ist zugleich diejenige, die in Hitlers Tausendjährigem Reich aufgewachsen ist und nach 1945 die Chance hatte, ihr Leben noch einmal neu zu beginnen. Der Dokumentarfilm zeichnet ein Porträt dieser Generation und lässt sie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ihre gemeinsame Geschichte erzählen. Persönliche Lebensgeschichten und wichtige historische Zusammenhänge werden anschaulich, packend und berührend vermittelt.


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