Preis für Zivilcourage

Alt-Landesvater Clement wird in Jülich ausgezeichnet
Von Redaktion [11.10.2015, 11.28 Uhr]

Heinz Spelthahn (l) erläutert Dr. h.c. Clement Details zum Mahnmal

Heinz Spelthahn (l) erläutert Dr. h.c. Clement Details zum Mahnmal

Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen war Dr. h.c. Wolfgang Clement auch der Stadt Jülich sehr verbunden. Wie die Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz jetzt bekannt gab, wird Clement mit dem Preis für Zivilcourage 2016 ausgezeichnet.

Bei der Tagung der NRW-Landesregierung am 24. Oktober 2000 in Jülich übernahm Wolfgang Clement spontan die Schirmherrschaft für das geplante Mahnmal für die ermordeten Juden des Jülicher Landes. Die erst zwei Monate junge Jülicher Gesellschaft trug die Bitte, die Schirmherrschaft über das Mahnmalprojekt zu übernehmen, an Wolfgang Clement heran, der sofort zusagte.

Bis heute - so der Vorstand der Jülicher Gesellschaft - habe Wolfgang Clement das Mahnmal und die Aktivitäten der Jülicher Gesellschaft mit viel Aufrichtigkeit und Intensität begleitet. Wolfgang und Karin Clement haben Jülich zu den Veranstaltungen zum Mahnmal besucht, wann immer es ihnen möglich war.

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Unvergleichlich und unvergesslich bleibe, so erklärt Gabriele Spelthahn, die Vorsitzende der Jülicher Gesellschaft, die eindringliche Rede, mit der Wolfgang Clement die zahlreichen Gäste im Pädagogischen Zentrum der Jülicher Zitadelle die Schirmherrschaft zur Errichtung eines Mahnmales für die ermordeten jüdischen Mitmenschen aus Jülich und dem Jülicher Land übernahm. Er habe betont, wie wichtig die Aufarbeitung der Schoa in Jülich und dem Jülicher Land für die nachfolgenden Generationen sei. Daran erinnert die Jülicher Gesellschaft anlässlich des 15. Jahrestages der Übergabe des Mahnmals auf dem Jülicher Propst-Bechte-Platz an die Öffentlichkeit.

Der Preis wird am 27. Januar 2016 in der Jülicher Schlosskapelle verliehen.


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