Neues aus dem Forschungszentrum

Vorentscheid im „Falling Walls Lab Jülich“
Von Redaktion [21.08.2015, 18.55 Uhr]

Alexander Braun (1.v.l.) und Sowmya Somanchi (2.v.l.) fahren zum Finale und zur „Falling Walls Conference“ nach Berlin; Moritz Nabel (rechts) kam auf den dritten Platz. Prof. Wolfgang Marquardt (2.v.r.) war Mitglied der Jury.

Alexander Braun (1.v.l.) und Sowmya Somanchi (2.v.l.) fahren zum Finale und zur „Falling Walls Conference“ nach Berlin; Moritz Nabel (rechts) kam auf den dritten Platz. Prof. Wolfgang Marquardt (2.v.r.) war Mitglied der Jury.

Sie hatte nur drei Minuten. Doch die genügten Sowmya Somanchi, beim ersten "Falling Walls Lab Jülich" mit ihrer Forschung zu kleinen elektronischen Bauteilen mit starker Leistung zu überzeugen. Unter dem Motto "Great Minds- 3 Minutes-1 Day" traten beim Vorentscheid im Forschungszentrum insgesamt 15 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Mauern zum Einsturz bringen, neue Wege aufzeigen: Die Teilnehmer hatten drei Minuten Zeit, um ihre Ideen möglichst mitreißend und verständlich zu präsentieren – ein Science Slam mit strengen Regeln. Dann musste die Jury aus Wissenschaftlern sowie einem Vertreter des VDI und des Deutschlandfunks entscheiden: Sowmya Somanchi von der RWTH Aachen kam auf den ersten, Alexander Braun vom Helmholtz Zentrum München auf den zweiten Platz. Moritz Nabel vom Forschungszentrum Jülich sicherte sich Rang 3. Die ausgezeichneten Nachwuchsforscher fahren nun zum Finale und zur "Falling Walls Conference" am 8. und 9. November in Berlin.

Einen neuen Weg in der Materialforschung geht Sowmya Somanchi: Die junge Inderin erforscht das Verhalten des Elektronenspins in Graphen-Quantenpunkten und wie er kontrolliert beeinflusst werden kann. Die winzigen Materialstrukturen versprechen viele interessante Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Bildgebung oder für magnetische Sensoren. Alexander Braun vom Helmholtz-Zentrum München für Gesundheit und Umwelt arbeitet an einer neuen Methode zur Frühdiagnose von Diabetes auf Basis von speziell markierten Kohlensäure-Molekülen. Durch das nicht-invasive Verfahren könnten Gesundheitskosten gesenkt und die Lebensqualität von Diabetikern nachhaltig verbessert werden.

Moritz Nabel vom Jülicher Institut für Pflanzenforschung überzeugte mit seinem Projekt, Biomasse statt auf Agrarflächen auf kargen Böden anzubauen, die für die Produktion von Nahrungsmitteln ungeeignet sind. Dazu kombiniert er spezielle Bioenergiepflanzen mit Gründüngungspflanzen. Die Rückstände nach der Energiegewinnung nutzt er, um den kargen Boden weiter aufzuwerten und die Produktivität der Flächen zu steigern.

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Sowmya Somanchi und Alexander Braun nehmen nun am Finale am 8. November teil, wenn in Berlin insgesamt 100 Nachwuchstalente aus Wissenschaft und Industrie – die Gewinner der „Falling Walls Labs“ ihre Forschungsergebnisse, Geschäftsideen und Initiativen vorstellen. Die drei überzeugendsten Ideen werden von einer hochkarätig besetzten internationalen Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgezeichnet. Als „Falling Walls Young Innovators of the Year 2015“ dürfen die Gewinner ihre Ideen auf der „Falling Walls Conference“ am 9.November vor rund 800 Gästen und herausragenden Forschern vorstellen.

Die erste „Falling Walls Conference“ fand 2009 anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls statt. Forscherinnen und Forscher finden hier eine Plattform, um wissenschaftliche Trends, Chancen und Problemlösungen vorzustellen, die nach ihrer Überzeugung unsere Gesellschaft in Zukunft gestalten werden. Im Zentrum der diesjährigen Konferenz stehen die Themen Cybersicherheit, Big Data und künstliche Intelligenz. A.T. Kearney, FESTO und der Deutschlandfunk unterstützen das „Falling Walls Lab Jülich. Förderer der "Falling Walls Conference" sind u. a. das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Helmholtz-Gemeinschaft.


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