Statistik

Jülich wird zum Touristenmagnet
Von Gisa Stein [15.08.2015, 17.17 Uhr]

Jülich ist immer wieder eine Reise wert. Das sehen auch die vielen Besucher so, die in diesem Jahr schon die Stadt besuchten – deutlich mehr als im Vorjahr. Vor allem im Monat Mai konnte sich die Besucherzahl gegenüber dem Mai des Vorjahres verdoppeln. Ermittelt hat die Zahlen der Verein Tourismus NRW e.V..

Immer mehr willkommen fühlen sich die Gäste in Jülich, wie die jüngste Statistik zeigt. Foto: Dieter Benner

Immer mehr willkommen fühlen sich die Gäste in Jülich, wie die jüngste Statistik zeigt. Foto: Dieter Benner

Innerhalb eines Jahres - also im Vergleich von Mai 2014 zu Mai 2015 – wuchs die Besucherzahl um 97,8 Prozent. Überproportional im NRW-Vergleich, wo im Schnitt drei Prozent Besucher-Zuwachs landesweit verzeichnet wird. Für die ersten fünf Monate dieses Jahres kommt Jülich auf eine Besucherzahl von 10.034 mit insgesamt 20.401 Übernachtungen. Vor allem durch die hohe Besucherzahl im Mai kann dadurch der Gesamtzuwachs für das Jahr 2015 um 44,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbucht werden.

Da die Gäste durchschnittlich zwei Tage in der Herzogstadt bleiben, gibt es auch bei den Übernachtungen eine Steigerung um immerhin 13,3 Prozent (oder in Zahlen 5771) mehr als im Vergleichsmonat. NRW-weit liegt die Steigerung der Übernachtungszahlen bei gerade einmal 1,5 Prozent. Beliebt, das zeigt die Statistik ebenfalls, ist Jülich bei ausländischen Gästen: 39,2 Prozent mehr als im Vorjahres-Mai kamen. Spitzenreiter sind – seit Januar diesen Jahres –  die benachbarten Niederlande (269), das ebenfalls nahe Belgien (140) sowie das Vereinigte Königreich (85). Die weitesten Anreisen hatten wohl die Gäste aus Australien und Japan.

Erfasst wurden die Besucher aus Nah und Fern in insgesamt neun Beherbergungsbetrieben: sechs Hotels, einem Hotel garni und einem Erholungs-, Ferien- und Schulungsheim mit insgesamt 455 angebotenen Betten sowie 22 Stellplätzen auf dem Campingplatz. Im Mai nahmen die Buchungen in diesen Jülicher Beherbergungsbetrieben um 40,4 Prozent zu, was zu einer durchschnittlichen Auslastung von 36,2 Prozent führt. Im Kreis Düren kann nur die Stadt Heimbach mit 46,2 Prozent eine höhere mittlere Auslastung vorweisen.

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Rege Nachfrage nach Führungen herrscht im Tourismus-Infopunkt am Schlossplatz. Foto: Stadt Jülich

Rege Nachfrage nach Führungen herrscht im Tourismus-Infopunkt am Schlossplatz. Foto: Stadt Jülich

Besichtigungsziele der Besucher sind vor allem die historischen Bauwerke der Herzogstadt wie Zitadelle mit Schloss und Museum, Hexenturm und Brückenkopf-Anlage, aber auch der Brückenkopf-Park als Freizeiteinrichtung für Familien und das Jugendgästehaus locken zahlreiche Besucher an.

„Das deckt sich auch mit den Eindrücken, die von den Mitarbeiterinnen des Stadtmarketings in der Tourist-Information auf dem Schlossplatz gemacht werden“, so Dezernentin Katarina Esser. „Die deutlich erhöhte Zahl der Übernachtungsgäste lässt sich hieran ebenso ablesen wie an den häufigeren Gästeführungen. Das freut uns, zeigt es doch, dass unsere Bemühungen um eine touristische Vermarktung der Stadt Erfolge zeigen.“ In den vergangenen zwölf Monaten konnten insgesamt 142 Gruppen durch Zitadelle und Schloss, Museum und Renaissancestadt sowie zum Brückenkopf geführt werden – im Vergleichszeitraum davor waren es 134 Führungen.

Dabei ist keine Führung wie die andere. Ob Veteranen aus den Niederlanden, Kindergeburtstage, Klassentreffen, Familienfeiern, Betriebsausflüge oder Bildungsurlaube – die engagierten und sich stets weiterbildenden Gästeführer schaffen es stets, die Besucher der Jülicher Sehenswürdigkeiten zu begeistern. Und manchmal auch zu einem zweiten Besuch in der Stadt zu bewegen.


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