Ein Gespräch ohne Versprechungen

MdL Wirtz macht „Antrittsbesuch“ auf Jülicher Campus
Von Arne Schenk [26.10.2005, 15.34 Uhr]

CDU-Landtagsabgeordneter Josef Wirtz (3.v.r.) macht seine Aufwartung an der FH in Jülich unter anderem bei dem FH-Kanzler Reiner Smeets (3.v.l.), Prorektorin Doris Samm (5.v.r.), Prorektor Michael Stellberg (l.) und Dekanin Angelika Merschenz-Quack.

CDU-Landtagsabgeordneter Josef Wirtz (3.v.r.) macht seine Aufwartung an der FH in Jülich unter anderem bei dem FH-Kanzler Reiner Smeets (3.v.l.), Prorektorin Doris Samm (5.v.r.), Prorektor Michael Stellberg (l.) und Dekanin Angelika Merschenz-Quack.

Versprechen mochte der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) als Vertreter des Nordkreises Düren angesichts leerer Kassen nichts: „Ich kann nur anbieten, im permanenten Dialog zu bleiben.“ Dies unterstrich er bei der ersten Kontaktaufnahme mit Vertretern der Fachhochschule Aachen Standort Jülich, darunter Kanzler Reiner Smeetz, der Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer Prof. Dr. Doris Samm, dem Prorektor für Lehre und Studium Prof. Dr. Michael Stellberg und Dekanin Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack. So wolle Wirtz zumindest Probleme im Wahlkreis aufnehmen und in Düsseldorf zur Sprache bringen.

Gerade in Sachen Hochschulfreiheitsgesetz und Globalhaushalt bestehe erheblicher Klärungsbedarf von Seiten der Fachhochschule unter anderem darüber, ob offene Professorenstellen gesperrt oder wieder besetzt werden können. „Der Haushalt für 2006 ist noch in der Mache“, betonte Wirtz. Er gehe aber davon aus, dass sich 2007 positiver gestalte.
Zum Thema „Neubau“ am Standort Jülich unterrichtete Dekanin Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack Jakob Wirtz davon, dass die Planungsphase bereits mit der Außenanlage befasse. Reiner Smeetz meinte, er habe nicht den Eindruck, das Projekt könne noch kippen. Es ginge den „ganz normalen Entscheidungsweg“. Das Wissenschafts- und das Finanzministerium müssten das Projekt nur noch „abnicken“, damit es in den Rahmenplan 1 aufgenommen würde. „Wenn alles klar geht, könnte 2006 der Spatenstich erfolgen.“ Dies sei auch bitter nötig, da die Chemiker 2008 ihre Räumlichkeiten endgültig abgäben. Zudem seien die Gebäude derart marode, dass viel Steuergeld in Sicherheitsmaßnahmen wie Brandschutz gesteckt werden müsse.

Werbung

Der Landtagsabgeordnete äußerte dazu die Bitte, ihm das Projekt schriftlich zuzusenden, damit er etwas beim Gang zu den Ministerien in der Hand hätte. „Wir haben bereits vor der Landtagswahl gesagt, das wir bestehende Struktur stärken und weiter ausbauen wollen“, bekräftige Jakob Wirtz noch einmal. Vom Haushalt für Schule und Bildung solle nichts gekürzt werden, aber: „Es wird ein Herkulesweg werden.“

Die Situation der FH in Jülich stelle sich von der Struktur her äußerst positiv dar, erklärten die FH-Vertreter. So könne der Bologna-Prozess im nächsten Jahr umgesetzt werden, indem vollständig auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt würde. Prof. Dr. Bernd Kraus hob hervor, dass dies insbesondere durch die 1997 eingeführten internationalen Studiengänge und den daraus resultierenden hohen Anteil von 40 Prozent an ausländischen Studenten bewirkten. Dies erfordere aber auch ein starkes Engagement: „Wir können nicht Studenten aus Indien und China holen und sie dann im Regen stehen lassen.“

Der Name Jülich käme in den Regierungserklärungen sowohl von Nordrhein-Westalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers als auch von Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie vor, erzählte Josef Wirtz. Er wolle dafür sorgen, dass nun entscheidende Leute nach Jülich kämen, um die Situation vor Ort zu begutachten.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung