Vortrag im Bonhoeffer-Haus

Jülich: Medienrevolution der Renaissance
Von  [09.06.2015, 23.01 Uhr]

Ob nun protestantisch oder nicht, die Reformation war für die deutsche und europäische Geschichte ein einschneidendes Ereignis. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihr für alle historisch Interessierte von Belang. Das geschieht mit dem Vortrag einer Kennerin in Jülich am Mittwoch, 10. Juni.

Die Reformation war auch eine Medienrevolution und zwar mittels Wort und Bild. Durch den Buchdruck konnten sich die Ideen Luthers und anderer Reformatoren rasend schnell verbreiten, die sonst in den Gelehrtenstuben geblieben wären.

Neben dem Buchdruck wurde auch das Bild ein zentrales Medium, um die Inhalte der neuen Lehre so zur Sprache zu bringen, dass jeder – auch der des Lesens Unkundige – sie verstehen konnte.

Voller Symbole und Anspielungen sind nicht nur die Flugblätter, sondern auch Altarbilder und Buchmalereien. Insbesondere die Cranach-Werkstatt darf in gewisser Weise als eigene Hauptgestalt des Reformationsgeschehens gesehen werden.

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In diesem Jahr feiert Lukas Cranach der Jüngere seinen 500. Geburtstag mit vielen Ausstellungen in Thüringen und Sachsen. Doch nicht jeder Interessierte kann diese Reise antreten.

Deshalb holt die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich mit Prof. Dr. Athina Lexutt eine profunde Kennerin von der Justus-Liebig-Universität Gießen nach Jülich.

Sie wird in ihrem Vortrag wichtige Darstellungen dieser Werkstatt, einige Flugblätter und so genannte Konfessionsbilder vorstellen.

Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie das, was die Reformation inhaltlich ausmacht, ins Bild gebracht wurde.

Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen, der am Mittwoch, 10. Juni, um 18 Uhr ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30 in Jülich, beginnt. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro.

Der Veranstalter bittet um Anmeldung unter ??02461/9966-0 oder per E-Mail an: eeb@kkrjuelich.de


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