Jülicher Kita St. Rochus verdoppelt Betreuungsplätze
Von Josef Kreutzer [28.05.2015, 16.11 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte Profinos-Geschäftsführer Thomas Pick (r.) den Bewilligungsbescheid zur Erweiterung der Jülicher Kita St. Rochus. Einrichtungsleiter René Oehl (3.v.l.) soll  weitere 30 Kinder aufnehmen können.

Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte Profinos-Geschäftsführer Thomas Pick (r.) den Bewilligungsbescheid zur Erweiterung der Jülicher Kita St. Rochus. Einrichtungsleiter René Oehl (3.v.l.) soll weitere 30 Kinder aufnehmen können.

Ein Blatt Papier im Wert von fast 520.000 Euro überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt im Jülicher Kindergarten St. Rochus Thomas Pick, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Profinos GmbH. Es war der Bewilligungsbescheid des Kreises Düren über Fördermittel zur Erweiterung der Einrichtung an der Von Reuschenberg-Straße um zwei Gruppen.

Voraussichtlich schon im Frühjahr 2016 wird die Kita dann statt 30 rund 60 Kindern Platz bieten. Dazu soll das Gebäude aufgestockt werden. Als Übergangslösung wird eine mobile Einheit auf dem Gelände installiert. Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im August werden dann bereits 15 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen, darunter acht für Kinder unter drei Jahren.

"Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, kurzfristig zu handeln. Mit gebündelten Kräften setzen wir alles daran, die Zahl der Kinderbetreuungsplätze in der Stadt Jülich zu erhöhen, um der Nachfrage gerecht zu werden", würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn das Engagement von Profinos, vertreten durch Thomas Pick und Einrichtungsleiter René Oehl. Profinos trägt 30 der 106 Kitas im Kreis Düren, so viele wie niemand sonst. Schwerpunkt der ruhig in einer Sackgasse gelegenen Kita St. Rochus ist die Inklusion, also die Einbeziehung und Förderung von Kindern mit Behinderung.

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Um Platz für weitere 30 Kinder in dem eineinhalbgeschossigen Gebäude zu schaffen, wird der rückwärtige Teil des Daches aufgeklappt, wodurch das Stockwerk komplett nutzbar wird, erläuterte Architektin Sibylle Dünn-Bürger ihre Planung. Von der Straße aus gesehen wird sich das Haus also nicht verändern. Erschlossen wird die neue Etage über eine vorhandene Treppe, die in eine zuletzt leer stehende Hausmeisterwohnung führt.

Charmant ist der Zugang zum Spielgelände hinter dem Haus: Über eine kleine Brücke vom Spielbalkon im Dachgeschoss gelangen die Kinder künftig zu einem Turm, den sie entweder über eine Treppe oder eine Rutsche verlassen können. Dieser Turm ist Spielgerät und Fluchtweg im Sinne des Brandschutzes gleichermaßen. "Eine clevere Idee", würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn diese Lösung. Zumal die Gebäudeaufstockung preiswerter und schneller zu verwirklichen ist und überdies nicht zulasten des Außengeländes geht.

Der Bewilligungsbescheid deckt 90 Prozent der Baukosten ab, zehn Prozent steuert Profinos bei. Neue Räume und doppelt so viele Kinder - das bedeutet auch mehr Personal. "Wir sind bereits dabei, neue Mitarbeiter zu gewinnen", berichtete Thomas Pick. Für Hubert Brüsseler, Stellvertretender Leiter des Kreis-Jugendamtes, kommt das Bauprojekt zur rechten Zeit. Zuletzt hatte sich gezeigt, dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Jülicher Stadtgebiet größer als das Angebot ist. "Das ist gut investiertes Geld", waren sich beim Termin vor Ort alle einig.


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