Neue Jülich-Website spätestens im Frühjahr 2015
Von tee [30.09.2014, 22.29 Uhr]

Richard Schumacher erläutert die Struktur der neuen Homepage der Stadt Jülich.

Richard Schumacher erläutert die Struktur der neuen Homepage der Stadt Jülich.

Die Stadt Jülich bekommt einen neuen Internetauftritt. Die Entscheidungen über den Facebook-Auftritt und kostenloses WLAN wurden am Dienstag in die nächste Sitzung des Ausschusses für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vertagt. Spätestens am 15. März 2015 soll aber die neue „juelich.de“-Seite erreichbar sein. Richard Schumacher, bei der Stadtverwaltung für die EDV zuständig, stellte in der jüngsten Sitzung das neue Design vor.

Die Entwicklung seit 1997, als die erste Homepage in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum entstand, stellte Schumacher den politischen Vertretern vor. Zu dieser Zeit seien auch zwei Verwaltungsangestellte in HTML-Programmierung geschult worden. Als Anekdote gab der Fachmann zum besten, dass damals Politik und Verwaltung sich schwer entscheiden konnten, 50 DM für die Sicherung der Jülich-Domain bereit zu stellen. Von der einen Website mit Unterlinks zum komplexen Content-Management-System mit einer einheitlichen Gestaltung (corporate identity), die im Übrigen für die Stadt durch die Partnerschaft mit dem Forschungszentrum und später der Entwicklerfirma Logicworks kostenfrei war, war ein langer Weg. Inzwischen, so berichtetet der Fachmann, liegen die mittlerweile 1000 städtischen Seiten nicht mehr auf dem FZJ-Server, sondern für 1500 Euro Jahresbeitrag bei dem Internet-Provider Hosteurope. Dahinter verbergen sich rund 4000 Dokumente und Bilder. 23 Mitarbeiter sind mit den Inhalten beschäftigt. Viel Arbeit und Entscheidungen erfordert es noch, bis die neue Seite für die Öffentlichkeit erreichbar ist.

Natürlich seien Websites immer ausbaufähig und optimierbar. In diesem Sinne bat Richard Schumacher die politischen Vertreter bei Änderungswünschen um konstruktive Vorschläge. Hier hakte Harald Garding (SPD) direkt ein und befand, dass in Sachen Navigation zum Ratsinformationssystem noch Nachbesserungsbedarf bestünde. „Die Benutzerführung ist schlecht“ kritisierte Garding gerade im Hinblick darauf, dass Politik und Verwaltung transparenter werden sollten.

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Ein kritischer Bereich ist außerdem die Barrierefreiheit, räumte Schumacher ein. „Meinen Erfahrungen nach“, brachte Detlef Trzolek (JÜL) ein, „schließen sich Barrierefreiheit und modernes Design aus.“ Recherchen betreibt die Verwaltung auch noch in Sachen E-Goverment, also Verwaltunsgabläufe via Internet anzubieten. „Einen Termin, wann wir damit beginnen, würde ich mich nicht trauen, zu nennen“, sagte Richard Schumacher.

Direkt starten könnte Jülich mit einer eigenen Facebook-Seite. Hierzu gab es eine ausführliche Verwaltungsvorlage, in der den politischen verschiedenen Wahlmöglichkeiten gegeben wurden: Eine einfache – und damit kostengünstigste - „Litfasssäulenfunktion“ bis zur Möglichkeit zu Interaktion, die wenigstens ein bis zwei Stellen in Anspruch nähmen, erklärte Dezernentin Katarina Esser. Mit dem bestehenden Personal, beantwortete sie die Frage von Marco Emunds (SPD), sei dies nicht zu leisten. Detlef Trzolek forderte die Verwaltung auf, zu klären, welches Erscheinungsbild und welchen Nutzungsgrad Facebook-Seiten Städte in vergleichbarer Größe haben. Danach soll über den Nutzen-Kosten-Faktor entschieden werden. Favorisiert wird von den politischen Vertretern in jedem Fall die kostengünstigste Litfasssäulen-Variante.

Kontrovers diskutiert wurde der Antrag, kostenloses WLAN in der Stadt Jülich anzubieten. Dezernentin Katarina Esser hat Angebote in anderen Kommunen geprüft und stellt fest „Kostenfreiheit gibt es nicht“. Die Entscheidung wurde in die nächste Sitzung vertagt.

„Nur dann, wenn es für Kunden und die Stadt kostenlos ist“, unterstrich Detlef Trzolek (JÜL) vehement, würde die JÜL dem Antrag zustimmen – vor allem nach der Schließung der Lehrschwimmbäder. Darin herrschte auch Einigkeit mit den anderen Fraktionen, die allerdings untersuchen wollen, wie über Sponsoren Gelder eingeworben werden könnten.


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