Ausstellung bis 19. September

"Glück" hat in Jülich viele Gesichter
Von Redaktion [18.09.2014, 12.30 Uhr]

Offiziell haben fast zehn Prozent der Deutschen eine Behinderung. Vermutlich ist die Dunkelziffer viel höher. Im Alltag nimmt man am ehesten die Menschen wahr, die im Rollstuhl fahren, sich mit Blindenstock orientieren oder in Gebärdensprache unterhalten. Behinderungen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind wie Lernschwierigkeiten oder Depressionen gehen in unserer Gesellschaft schnell unter oder werden ausgegrenzt. Der Weg in ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft ist für viele Menschen mit Behinderung bis heute schwer.

Mit der Forderung der Inklusion gehen Befürchtungen, Ängste und Vorbehalte einher. Bereits vor zehn Jahren ist die Stadt Jülich gemeinsam mit dem Arbeitskreis für ein Inklusives Jülich dieser Problematik nachgegangen. Daraus entstand eine Ausstellung, die Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung zeigt. Der Titel „Glück hat viele Gesichter“ kann den Eindruck entstehen lassen, dass die dargestellten Personen vom Leben begünstigt sind.

Sie meistern ihr Leben trotz der Einschränkungen mit Mut und Optimismus. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass ihr Alltag auch von Rückschlägen, Depressionen und der Intoleranz der Umwelt begleitet ist. Um ihr Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten, mobilisieren sie viel Kraft und Kreativität.

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Und nicht nur das: Die Erwachsenen setzen sich mit großem Engagement für ihre Mitmenschen ein. Sie alle sind bereit, einen Teil ihres Lebens in dieser Ausstellung zu zeigen. Damit möchten sie ermutigen, offen und unbefangen mit dem Thema Behinderung umzugehen. Die Tafel eines Jugendlichen, der anonym bleiben will, stellt an jeden Betrachter am Ende die Frage: „Wie gehe ich mit behinderten Menschen um?“

Der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich setzt sich seit vielen Jahren auf vielfältige Weise für die Integration von Menschen mit Behinderungen ein. Wer Interesse hat, kann sich über den ausliegenden Flyer informieren.

Präsentiert werden die zwölf grafisch gestalteten Texttafeln bis zum 19. September in der Sparkasse am Schwanenteich zu den Öffnungszeiten. Die Ausstellung kann entliehen werden beim Amt für Familie, Generationen und Integration, Telefon: 02461-63411


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