Einzigartige Formensprache in Koslar erhalten
Von tee [16.09.2014, 15.33 Uhr]

Vor dem Segen durch Pfarrer Jöcken gab es die erläuternden Wort von Franz Steinbusch.

Vor dem Segen durch Pfarrer Jöcken gab es die erläuternden Wort von Franz Steinbusch.

Die Friedhofskapelle darf nicht abgerissen werden. Das stand für Franz Steinbusch fest. Mit dem Koslarer Geschichtsverein kämpfte er für das architektonische Kleinod des „gemäßigten Expressionismus“, wie es die Denkmalpflege nennt. Nach umfassender Sanierung wurde nun die Einsegnung gefeiert.

In einer kleinen Feierstunde stimmte Pastor Dr. Peter Jöcken die Anwesenden passend zu Ort und Anlass auf die Gedanken um das Werden und Vergehen ein, ehe er mit Weihwasser für den gewünschten Segen der kleinen Andachtsstätte sorgte. Umgehend nahmen anschließend die erschienenen Schützenbrüder und weitere Gäste die schmucke Kapelle im wahrsten Worte in be-“Sitz“.

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Probesitzen in der neuen Friedhofskapelle

Probesitzen in der neuen Friedhofskapelle

Dabei schien 2010 das Schicksal schon besiegelt. Die Stadt Jülich hatte für das schmucke FriedhofseingangsEnsemble der 1930er Jahre aus Torpfleilern mit Gittertoren und den seitlich flankierenden Pavillonbauten kein Geld. Dass sie trotzdem erhalten blieb, ist dem Eintrag in die Denkmalliste zu verdanken und den großzügigen Spendern, mit deren Hilfe die

35 000 Euro aufgebracht werden konnten, die laut Franz Steinbusch vonnöten waren, um die Kapelle herzurichten. Ausschließlich zertifizierte Unternehmen durften nach den Vorgaben des LVR Amtes für Denkmalpflege zum Einsatz kommen. Die Koslarer können stolz sein, „denn Architektur aus den 1930er Jahren mit ihrer spezifischen Formensprache ist in Koslar ansonsten gar nicht und in Jülich nur in sehr geringem Maße anzutreffen.


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