Tag des offenen Denkmals

Infozentrum Via Belgica wird in Jülich eröffnet
Von Redaktion [10.09.2014, 06.43 Uhr]

Im neu gestalteten Südostturm der Zitadelle Jülich erwartet die Besucher ab Sonntag, 14. September, das Informationszentrum zur Via Beglich unter dem Titel „Römer – Renaissance – Romantik“ . Die offizielle Eröffnung des Projekts anlässlich des Tages des offenen Denkmals findet um 11 Uhr durch Bürgermeister Heinrich Stommel und Ministerialrat Dr. Thomas Otten in der Schlosskapelle statt. Entsprechend stehen viele Aktion unter dem "Stern Roms".

Auf das „Contubernium Primus“,  eine spätantike Militäreinheit, treffen in Jülich Besucher des Denkmaltages.

Auf das „Contubernium Primus“, eine spätantike Militäreinheit, treffen in Jülich Besucher des Denkmaltages.

Römerstraße - Agrippastraße – Via Belgica“. Das Infozentrum „Via Belgica“ spürt den Folgen nach, die der Bau der Römerstraße vor fast 2000 Jahren nach sich zog. Anhand von drei Zeitschnitten unter den Schlagworten Römer – Renaissance – Romantik wird die Entwicklung Jülichs ausgehend vom römischen Straßendorf Iuliacum erzählt. Reenactors aus allen drei Epochen lassen anlässlich der Eröffnung die Vergangenheit wieder lebendig werden. Die Ausstellung im Informationszentrum zeigt u. a. einen konservierten Grabungsschnitt durch die 2000 Jahre alte Straße und veranschaulicht damit die Entwicklung vom römischen Straßenbelag bis zur Asphaltdecke des 20. Jahrhunderts.

Außerdem hat das Museum Zitadelle Jülich für den Denkmalstag ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Führungen durch die 90.000 qm große Festungsanlage und zur Via Beglich werden von 11 bis 18 Uhr angeboten. Zu besichtigen sind das Informationszentrum, die Zitadelle, die Wälle und Kasematten, die aktuelle Ausstellung „La Strada“ sowie die archäologischen Ausgrabungen im Innenhof der Zitadelle.

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Für Blinde und Sehbehinderte wird eine eigene Führung angeboten. Spezielle Kinderführungen vermitteln einen spielerischen Zugang zur Geschichte der Zitadelle und zur Römerzeit. Denn insbesondere steht in diesem Jahr römisches Leben, wie man es sich in und um Jülich vorstellen kann, im Mittelpunkt: Das „Contubernium Primum“ stellt eine spätantike Militäreinheit dar.

Ihre Ausrüstung ist den Originalen und Abbildungen des ausgehenden 4. und frühen 5. Jahrhunderts nachempfunden. Ein „Contubernium“ (lateinisch „Zeltgemeinschaft“) teilte sich nicht nur Zelt oder Unterkunft, sondern auch Handmühle, Maultier mit Treiber und Ausrüstung. Daneben zeigt ein „Agrimensor“ (römischer Landvermesser) seine Kunst, denn mit dem römischen Straßenbau wurde das Rheinland zum ersten Mal vermessen. Der Agrimensor beantwortet gerne Fragen zu seinen Instrumenten und zum Militär in der Antike im Allgemeinen.Gästeführer im Renaissancekostüm stellen die Zitadelle vor und das Lagerleben französischer Soldaten zur Schirmerzeit, der Zeit der Romantik, wird vom Corps de Juliers detailreich und sachkundig nachgestellt.

Nach den kulturhistorischen Genüssen kann man sich dem leibliches Wohl im Zitadellencafé hingeben. Der Eintritt und die Führungen sind am Tag des offenen Denkmals frei. Weitere Informationen und das Programm sind unter www.juelich.de/denkmaltag abrufbar. Da die Baumaßnahmen an der Pasqualinibrücke noch nicht abgeschlossen sind, ist der Zugang zur Zitadelle nur durch das Nordtor, über die Straße „Am Wallgraben“, möglich.

Lesen Sie hierzu mehr über die Ausgrabungen im Innenhof der Zitadelle


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