Vorverkauf läuft

Jülich: Festung als Open-Air-Filmkulisse
Von tee [24.07.2014, 08.17 Uhr]

Zum vierten Jahr in Folge können Filmfreunde im Jülicher Brückenkopf-Park ein Open-Air-Kino nutzen. Cornel Cremer, Chef im Kulturbahnhof, ist einer der drei Veranstalter. Start ist am 8. August mit dem Kassenschlager „Fack Ju Göthe“. Ein Blick hinter die Kulissen.

Ein großer logistischer Aufwand ist das Angebot des Open-Air-Kinos im Jülicher Brückenkopf-Park

Ein großer logistischer Aufwand ist das Angebot des Open-Air-Kinos im Jülicher Brückenkopf-Park

Warum tut man sich in der Kultur-Sommerpause die Organisation eines Open Air Kinos an?

Cornel Cremer: Open Air Kino hat seinen eigenen Charme. Nach langer Pause haben wir es von drei Jahren wiederbelebt und am Zulauf sehen wir ja, dass es die Jülicher wollen. Wir wollten es auch schon mal hier am Kulturbahnhof machen, aber das Ambiente im Brückenkopf-Park ist schön und das nutzen wir aus.

Wer hat die Initiative ergriffen?

Cornel Cremer: Christoph Klemens hat vor vier Jahren noch als Kulturmanager im Park gearbeitet und als wir zusammensaßen haben wir beschlossen: das müssen wir wieder auf die Beine stellen. Es hat immer an den 35mm Filmen gehapert, weil wir unsere Maschinen nicht in den Park bringen konnten. Wir haben Daniel Büren mit ins Boot genommen, der die digitale Technik hat, um uns professionell zu präsentieren.

Trägt sich das Open-Air-Kino?

Cornel Cremer: Das kommt immer aufs Wetter an: Letztes Jahr hatten wir bei vier Vorstellungen über 1000 Besucher. Bei "Life of Pie" konnten wir gar so viele Plätze anbieten, wie Leute an der Kasse standen, die den Film sehen wollten. Das hat sich definitiv getragen. Aber davor das Jahr war alles verregnet – Film bei 13 Grad Nieselregen und 40 Besuchern. Das ist ein klares Minusgeschäft.

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"Life of Pie" war der Open-Air-Kassenschlager 2013 - "Fack Ju Göthe" könnte in diesem Sommer ein ähnliches Ergebnis einspielen. Karten-Reservierungen sind allerdings vorab möglich.

"Life of Pie" war der Open-Air-Kassenschlager 2013 - "Fack Ju Göthe" könnte in diesem Sommer ein ähnliches Ergebnis einspielen. Karten-Reservierungen sind allerdings vorab möglich.

Wer trägt das finanzielle Risiko?

Cornel Cremer: Wir dritteln die Kosten und den Gewinn zwischen Kulturbahnhof, Kulturbüro und Daniel von Büren. Entweder wir teilen den Gewinn oder man bleibt nicht auf den Verlusten alleine sitzen. Der Park vermietet uns die Bühne zu einem annehmbaren Preis und die Sparkasse Düren unterstützt uns durch eine Spende bei der Finanzierung.

Die Auswahl der Filme – wie sucht Ihr sie aus?

Cornel Cremer: Es sollten Komödien sein, leichte Kost. Die Leute sollen unterhalten werden, sich wohlfühlen an einen schönen Sommerabend mit einem schönen Film. Damit stand sofort die Komödie des Jahres auf dem Programm: „Fack ju Göhte“. Den Film kann man auch ein paar Mal sehen! Das hätte man vorher gar nicht gedacht – ich wollte sie zuerst gar nicht im KuBa zeigen. Neben „Ziemlich beste Freunde“ und „Schtiis“ gehört „Fack ju Göhte“ zu den Top-5-Filmen was die Zuschauerzahlen angeht. Einig waren wir uns auch sofort bei „Paulette“, die Komödie vom Anfang des Jahres. „Frau Ella“ mit Matthias Schweighöfer haben wir ausgesucht, weil er ein guter Schauspieler ist und einfach zieht. Das ist übrigens auch ein Novum: „Frau Ella“ haben wir noch nicht im Kulturbahnhof gezeigt – das wird exklusiv fürs Open-Air-Kino. Erstmals spielen wir übrigens auch im Kulturbahnhof durch. So viele Leute fahren nicht in Urlaub und das Wetter ist so unberechenbar – da bieten wir lieber hier etwas.


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