Kostenlose OP für kleine Griechin in Jülich
Von Kaya Erdem [31.03.2014, 21.28 Uhr]

v.l.: Vater von Stamatia, Agnes Simon (grüne Dame im St. Elisabeth-Krankenhaus), Jürgen Wölm (Oberarzt der Chirurgie), Dr. Gisela ten Eicken-Thelen (Anästhesie), Stamatia, Dr. Efstathios Savvidis, Ioannis Kaloudis (Chirurgie) und die Mutter

v.l.: Vater von Stamatia, Agnes Simon (grüne Dame im St. Elisabeth-Krankenhaus), Jürgen Wölm (Oberarzt der Chirurgie), Dr. Gisela ten Eicken-Thelen (Anästhesie), Stamatia, Dr. Efstathios Savvidis, Ioannis Kaloudis (Chirurgie) und die Mutter

Die zehnjährige Stamatia aus Griechenland wurde im St. Elisabeth-Krankenhaus von Priv. Doz. Dr. med. Dr.-Ing. Efstathios Savvidis und einem Team an den Beinen operiert, um stehen und gehen zu lernen. Das kleine Mädchen leidet an der angeborenen Erkrankung Spina bifida, einem offenen Rücken.

Aufgrund geschädigter Nerven war das Mädchen unterhalb der Lendenwirbelsäule gelähmt und konnte sich nur im Vier-Fuß-Gang fortbewegen. „Die Beine waren unbeweglich und deformiert, die Beugung in den Hüften und den Knien besonders ausgeprägt. Zwei Operationen in Griechenland, die hier Abhilfe schaffen sollten, waren erfolglos geblieben“, erläutert Dr. Savvidis.

Der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Rheumatologie, Kinderorthopädie, der die Eltern privat in Griechenland kennengelernt hatte, kümmerte sich darum, den Aufenthalt in Jülich zu ermöglichen, um Stamatia operieren zu können, damit das Kind die begrenzte Steh- und Gehfähigkeit und dadurch gewisse Selbstständigkeit erreicht. Über das Dürener Sozialamt konnte die Logistik sowie eine Unterkunft organisiert werden. Bei Nikolaos Kurnianos, Inhaber des griechischen Restaurants in Jülich, konnte die Familie wohnen.

Der kaufmännische Direktor des St. Elisabeth-Krankenhauses, Dirk Offermann, befürwortete die kostenlose Behandlung des Mädchens im Rahmen der humanitären Hilfe im Jülicher Krankenhaus.

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Und Dr. Savvidis operierte mit einem Team an einem Samstag ehrenamtlich außerhalb der Dienstzeiten. Unterstützung erhielt er im OP vom Oberarzt der Chirurgie Jürgen Wölm, vom Assistenzarzt der Chirurgie Ioannis Kaloudis, von der Anästhesie-Fachärztin Dr. Gisela ten Eicken-Thelen, dem Anästhesie-Pfleger Thomas Mader und den OP-Pflegern Holger Hermanns und Heinz Winkel. Petra Müller, Stationsleitung der S2, und ihr Team pflegten die kleine Patientin während ihres Krankenhausaufenthalts. Außerdem kümmerte sich die grüne Dame Agnes Simon vom Ehrenamtlichen Dienst um Stamatia.

Stamatia kann bald beginnen, auf zwei Beinen zu stehen und das Laufen zu lernen, sie hat spezielle Gehhilfen und wird in Griechenland Krankengymnastik erhalten. Sie ist wohlauf, sie selbst und ihre Eltern sind froh und dankbar für die gelungene Hilfe. Alle haben sich in Jülich wohlgefühlt. „Ich möchte mich, auch im Namen der Eltern von Stamatia, bei allen Helfern und Unterstützern, die die Behandlung ermöglicht haben, herzlich bedanken“, so Dr. Savvidis.

Der Orthopäde und das St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich engagierten sich bereits häufiger, zum Beispiel im Rahmen eines Hilfsprojekts für das Friedensdorf International. Zuletzt wurde die kleine Isa aus Afghanistan behandelt. Nach der OP, während der Dr. Savvidis und ein siebenköpfiges Team den Fuß des kleinen Mädchens operierten, konnte Isa wieder einen normalen Schuh anziehen, auf dem Fuß stehen und auch wieder laufen lernen. Vor allem konnte das linke Bein achsengerecht wachsen


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