Vortrag in der Schirmerschule

Jülich: Alles wirkliche Leben ist Begegnung
Von Redaktion [30.03.2014, 17.39 Uhr]

Der Arbeitskreis für ein inklusives Jülich (AKI) lädt ein zu einem Vortrag mit der Akademie für interkulturelle Handlungskompetenzen ein. In der Schirmerschule an der Linnicher Straße referieren Dr. Simone Neumann-Salva und Roman Ronald Gerhold zum Thema „Alles wirkliche Leben ist Begegnung – Interkulturelle Kompetenzen in der Behindertenhilfe“ am Donnerstag, 3. April, aber 19 Uhr.

Folgenden Fragestellungen sollen zur Sprache kommen: - Interkultur, Diversität, Transkultur - verschiedene Teilschritte auf dem Weg zur Inklusive? und Was bedeuten interkulturelle Kompetenzen für die Behindertenhilfe? Darüber hinaus werden Empfehlungen für den Umgang mit verschiedenen Herkunftskulturen im Berufsalltag ausgesprochen und eine Diskussion über Umsetzungsstrategien unterkultureller Kompetenzen angeregt.

Unser Gemeinwesen ist durch eine stetig wachsende kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Selbstverständlich geht es beim Erwerb interkultureller Kompetenzen immer auch um das individuelle soziale Interaktionsvermögen. Im Umgang mit den Belangen von Menschen mit Handicap, die zudem unterschiedlichen Herkunftskulturen entstammen, treten Anforderungen auf unterschiedlichen Ebenen zutage. Gefragt ist effektives und angemessenes Handeln auf der Ebene des Verstandes, der Gefühle und der Handlungen mit dem Ziel einer verbesserten Teilhabe.

Interkulturelle Kompetenzen stärken vor allem die Sicherheit von Mitarbeitern und Helfenden im Umgang mit ungewohnten oder neuen, kulturell geprägten Verhaltensweisen. Mehr Sicherheit wiederum führt zu einer Entspannung im Umgang mit vorher als fordernd oder anstrengend empfundenen Situationen. Stress und Angst oder Ärger können abgebaut werden, so dass auf allen Seiten ein Zugewinn entsteht.

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Der Vortrag behandelt die Bedeutung der interkulturellen Kompetenzebenen vor allem in Bezug auf mögliche Besonderheiten von behinderten Menschen mit Migrationshintergrund. Es werden kulturelle Unterschiede in der Bewertung von Behinderung und Reaktion auf Menschen mit Behinderung dargestellt und auf die Lebenswirklichkeit Betroffener in Deutschland bezogen. Auch kulturelle Unterschiede in der Verteilung sozialer Aufgaben und sprachliche Unterschiede bei der Beschreibung von Empfindungen und Bedürfnissen werden thematisiert.

Von besonderer Bedeutung ist der Umgang mit Ambiguität – der Mehrdeutigkeit. Mehrdeutigkeit in der Kommunikation, sei es im Verständnis von Körperhaltungen, der Sprache oder auch ganzer Gedankengänge führt häufig zu Unsicherheit und Stress bei allen Gesprächsteilnehmern. Dieser Stress kann vermieden bzw. abgebaut werden. Mittel hierzu sind das Verständnis für kulturelle Unterschiede sowie das bewusste Einsetzen persönlicher Kompetenzen.

Die Akademie für interkulturelle Unterschiede verfolgt den Ansatz, die Gemeinsamkeiten verschiedener miteinander agierender Menschen in den Vordergrund zu stellen und für das Erkennen einer wertschätzenden und nachhaltigen Gestaltung gemeinsamer Ziele zu schulen und zu beraten.

Informationen zur Veranstaltung sind zu erhalten im Amt für Familie, Generationen und Integration, Telefonnr. 02461 63 239 (Beatrix Lenzen) oder Email: BLenzen@juelich.de


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