Mehr Qualität ins HipHop-Studio
Von Arne Schenk [25.02.2014, 17.50 Uhr]

Mit professionell aufgenommenen Hip-Hop-Songs sozial benachteiligte Jugendliche zu stabilisieren und zur Selbstständigkeit anzuleiten, ist das Anliegen des Jugendtreffs im Jülicher Roncalli-Haus. Einen weiten Schritt auf diesem Weg kann das Team nun Dank einer Spende der Allianz für die Jugend e.V. machen.

Das Tonstudio-Team mit Sascha Römer (2.v.r.) und Allianz-Mitarbeiter Georg Klosa (Mitte).

Das Tonstudio-Team mit Sascha Römer (2.v.r.) und Allianz-Mitarbeiter Georg Klosa (Mitte).

„Letztlich geht es darum, mit Ressourcen zu arbeiten und eine Selbstwertsteigerung zu ermöglichen“, erklärt Jugendleiter Römer. Bei dieser Starthilfe ins Leben lernen die Jugendlichen, einen Prozess zu Ende zu bringen, auch wenn es kompliziert wird. Sie werden in die ganze Musikproduktion eingegliedert, von der ersten Idee über die Text- und Instrumentalarbeit bis zum fertiggestellten Produkt. „Und dann eine CD mit dem fertigen Stück in der Hand zu haben, ist schon etwas Besonderes“, betont Römer. Ist es erst einmal so weit, ist auch die Live-Präsentation auf Partys oder Konzerten vor Ort kein Problem.

Aufmerksam auf dieses Projekt wurde Georg Klosa, Mitarbeiter der Allianz Deutschland AG in Köln, als er in seinem Heimatort Jülich nach Möglichkeiten der Unterstützung benachteiligter Jugendlicher im Alter von etwa 15 bis 21 Jahren suchte, um diese wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Diesen Auftrag hatte er zuvor von seinem Arbeitgeber erhalten. Schließlich ging es darum, Fördermittel ganz gezielt einer Gruppe zukommen zu lassen.

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Das Projekt im Roncalli-Haus entspricht perfekt dem Anforderungsprofil. Sascha Römer, Christian Goerke und Dominik Merres alias Mister Morris sorgen dafür, dass der musikalische Nachwuchs seinen kreativen Inspirationen freien Lauf lassen kann, und hilft bei der Entwicklung eigener Beats, dem Schreiben der Texte und der Ausarbeitung von Melodielinien und natürlich bei den Aufnahmen. Es werden keine fertigen Beats irgendwoher heruntergeladen, sondern jeder erhält seine ganz eigenen maßgeschneidert, bekräftigt Christian Goerke, „das gibt es sonst nirgendwo.“

Mit dieser Finanzausstattung erhielt das Tonstudio neues Equipment, ein Mehrkanal-Audiointerface sowie Referenzmonitore mit Boxenständern. Dadurch veränderte sich das Klangbild enorm, Aufnahme- und Wiedergabequalität stark verbessert. Zudem wurde das Studio selbst komplett runderneuert, mit neuem Teppich und Wandverkleidung sowie zusätzlichem Schallschutz komplett runderneuert und eine Gesangskabine eingebaut. Drei bis vier Monate arbeiteten Sascha Römer, Dominik Merres, Christian Goerke, Merlin Knaps, Tobi Miesepeter und Kai Broschinski an der Maßnahme die sogar im Zeitraffer in Mister Morris Video zu dem Song „Sache an sich“ zu sehen ist.

www.youtube.com/watch?v=-_Xhr07uSnU


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