Vorlesewettbewerb

Jülich: Mit "Wille" zum Sieg
Von Ariane Schenk [21.02.2014, 18.48 Uhr]

Die Spannung war fühlbar beim Vorlesewettbewerb in Jülich.

Die Spannung war fühlbar beim Vorlesewettbewerb in Jülich.

Nebeneinander saßen sie auf ihren Stühlen in der ersten Reihe, die Bücher in ihren Händen. Die Nervosität war ihnen anzumerken. Als „Seitenforscher“ stellten sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 am Freitag ihre Vorlesekünste im gleichnamigen Wettbewerb unter Beweis.

Julia Nägele brach mit „Verflixt – ein Nix!“ von Kirsten Boie das Eis, die angespannte Stimmung unter den Teilnehmern flaute ab. Markus Pöhlmann nahm das Publikum mit in „Die Nacht, als keiner schlief“. Souverän meisterte auch Jasmin Richter ihren Part, als ein Baby, der jüngste Zuschauer der Schüler, zu schreien begann und sie, ohne deshalb zu stocken, weiterlas. Tapfer hielten auch Zarah Rosenbaum, Anna-Lena Schwartz und Henrike Wille durch, die ebenfalls antraten und von Gespensterjägern, Internatsschülerinnen und Kämpfen im Lande J. R. R. Tolkiens erzählten. Die begeisterten Zuschauer schenkten ihnen einen anerkennenden Applaus.

„Ihr müsst immer daran denken, dass ihr bereits 594.800 andere Schüler und Schülerinnen hinter euch gelassen habt“, betonte Eva Behrens-Hommel, die erste Sortimenterin der Buchhandlung Fischer, die seit 2007 die Kreisrunde des Wettbewerbs ausrichtet. „Die Beteiligung im Kreis Düren ist jedes Jahr so groß, dass es seit letztem Jahr eine Teilung in einen Nord- und einen Südkreis gibt“, berichtet Katja Dahmen, die hauseigene Organisatorin.

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Katja Dahmen (r) erklärt den Wettbewerbsteilnehmern und der Jury (l) Teil 2: Das Lesen des Fremdtextes.

Katja Dahmen (r) erklärt den Wettbewerbsteilnehmern und der Jury (l) Teil 2: Das Lesen des Fremdtextes.

Im zweiten Teil mussten die Teilnehmer einen Fremdtext lesen. Ausgewählt wurde das Buch „Hilfe! Ich will hier raus!“ von Salah Naoura, einem Berliner Schriftsteller, das vor nicht ganz einem Monat erschienen ist. Trotz ein paar weniger Wackler war das Publikum schlicht begeistert von dem Talent der Leser.

Die Jury, die sich zusammensetzte aus Vorjahressiegerin Jasmin Dohmen, Stadtbücherei-Leiter Enno Steinkämper, Dr. Christoph Fischer, Regisseur der Bühne 80, Edda Koch, Vorlesepatin der Stadtbücherei Jülich, und Elisabeth Vietzke, Vorsitzende des Fördervereins Stadtbücherei, war nicht zu beneiden. Auswahlkriterien sind die Interpretation des vorgelesenen Textes, also, dass sie die Spannungsmomente darstellen können, Lesetechnik, etwa die Betonung der Worte, und für den ersten Teil die Textauswahl und wie das Buch vorgestellt wurde. Auf dem Bewertungsbogen muss jedes Jurymitglied diese Kriterien bei jedem Kind bewerten. Wer die meisten Punkte hat, siegt und geht weiter in die nächste Runde.

Gewonnen hat diesmal Henrike Wille vom Gymnasium Zitadelle in Jülich, sie vertritt den Nordkreis Düren im Regionalentscheid, die frühestens Mitte März ausgetragen werden.


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