Theater im KuBa

Jülich: Wer sich selbst zu Markte trägt…
Von Redaktion [22.02.2014, 08.18 Uhr]

Szene aus "Tattoo" des Blackout-Theaters

Szene aus "Tattoo" des Blackout-Theaters

Gunter von Hagens Körperwelten sind ein Kindervergnügen gegen das morbide Kunsttreiben in New Yorks Szene. Jedenfalls so, wie es der Dramatikers Igor Bauersima in "Tattoo" beschreibt. Wer sich selbst vermarktet, der kommt darin um, so könnte das Motto des Theaterabends lauten, wenn das Blackout-Theater aus Aachen das Stück des Schweizers im Jülicher Kulturbahnhof am Samstag, 8. März, aufführt.

Alles dreht sich um das Künstlerpaar Lea und Fred, in deren Bohème-Idylle eines Tages Leas alter Freund Tiger hereinplatzt. Tiger - erfolgreich, schritt und auf dem Kunstmarkt ein Shooting Star der Szene von Los Angeles mischt das beschauliche Leben ordentlich auf. Geld- und Alltagssorgen sind ihm auf erfrischende Weise fremd. Nur eines würde er nicht tun: sich selber verkaufen. Darum vermacht er im Falle seines Ablebens seiner besten Freundin Lea, sozusagen vorsorglich, seinen mit kunstvollen Tattoos verzierten Körper als >Geschenk<.

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Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf und das Verwirrungsspiel beginnt. Im Mittelpunkt die Frage: Zu wie viel Verrat wäre man bereit, wenn nur der Preis stimmt? Igor Bauersima jongliert in „Tattoo“ leichthändig mit einer moralischen Frage – ein rabenschwarzer Spaß über echte Kunst und falsche Versprechen.

Das Aachener Blackout-Theater macht mit seinen Stücken seit vielen Jahren im Kulturbahnhof Station, zuletzt zeigte die Gruppe in Jülich den Krimi „Dangerous Obsession“ (2010) und die Komödie „Vier Männer im Nebel“ (2012). Thorsten Keller hat „Tattoo“ inszeniert, es spielen Eva Eischet, Wolfgang Merkens, Andreas Hugo, Karin Jager und René Beaujean.

Der Einlass für das Stück ab 20 Uhr beginnt eine halbe Stunde vorher. Tickets gibt es zu 12 oder 10 Euro. Reservierungen sind über www.blackout-theater.de oder telefonisch im Kuba Büro 02461-346 643 möglich.


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