Kooperation mit dem Regionalen Bildungsbüro des Kreises Düren

Bei der Kurzfilmreihe im KuBa ist "All inclusive"
Von Redaktion [07.10.2013, 08.28 Uhr]

Ein Stück Normalität für Daniel: Mensch-ärger-Dich-nicht-Spiel mit seinem Freund

Ein Stück Normalität für Daniel: Mensch-ärger-Dich-nicht-Spiel mit seinem Freund

Mit der Kurzfilmreihe führt das Regionale Bildungsbüro des Kreises Düren in Kooperation mit dem Kulturbahnhof die inklusive Filmreihe fort. Unter dem Motto "All inclusiv" werden am Mittwoch, 16. Oktober, drei Filme gezeigt, die verschiedene Aspekte des komplexen Themas Inklusion widerspiegeln.

Im Film "46/47" von Nadine Heinze und Marc Dietschreit geht es um Daniel. Er hat nur 46 Chromosomen, wo eigentlich 47 sein sollten. Daniel ist behindert. Das macht ihn, in einer auf das "Normalsein" ein-geschworenen Gesellschaft, zu einem schwierigen Kandidaten, einem Außenseiter.
Er hat meistens das Gefühl anders wahrgenommen zu werden, nicht als gleichwer-tig. Auch sein Selbstbild ist vom "Anderssein" geprägt. Alltägliche Situationen wer-den für ihn durch die „Blicke“ der sogenannten "Normalen" zur Tortur. Er wird immer sofort gesehen... aber nur selten erkannt. Nur sein einziger Freund kennt sein Problem. Und er beschließt ihm zu helfen...

Den Alltag einer gehörlosen Familie begleitet Peter Hecker in seinem Kurzfilm "Alles außer hören". Als Hörender bleibt man scheinbar außen vor in diesem Film, der sich ganz auf die Alltagswelt einer gehörlosen Familie einlässt. Kinder wecken, Frühstück, Gehörlosen-Schule, ein Besuch im Zoo und viele andere Momente zeigen ein Bild von Normalität eines ganz außergewöhnlichen Lebens. Jede neue Szene gibt auch einen neuen Einblick, erzählt von den Herausforderungen und Möglichkeiten, sich die Welt ohne Ton zu erschließen. Ohne Kommentare oder Erklärungen gelingt es, ganz nah an die Protagonisten heranzugehen, sie in ihrer Authentizität zu erfahren, während die Präsenz des Filmteams an keiner Stelle spürbar wird. Größter Respekt vor dieser enormen Leistung, die nur selten einem Dokumentarfilm gelingt.

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Szene aus "Ednas Tag".

Szene aus "Ednas Tag".

Ausgrenzung durch mangelnde Sprachkompetenz ist das Thema im Film "Ednas Tag". Edna ist in der sechsten Klasse, erst seit Kurzem in Deutschland und spricht nur wenig Deutsch. Während des Unterrichts ihrer Mitschüler sitzt sie in der letzten Reihe an einem Extratisch und muss die Sprache lernen. Der Kontakt zwischen ihr und ihren Mitschülern ist schwierig. Edna wird schnell aggressiv oder zieht sich zurück. Viele lehnen sie deshalb ab. Was sie in ihrem Heimatland Bosnien erlebt hat und warum sie fliehen musste - darüber wissen die Mitschüler so gut wie nichts. Der Film spricht unter anderem Themen wie Integration, Toleranz und das Zusammenleben in der Schule an.

Der Eintritt zu dieser Kurzfilmreihe ist frei. Der Kulturbahnhof ist barrierefrei zugänglich für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.

Im Anschluss an die Vorführungen laden die Veranstalter zu einer Gesprächsrunde ein. Gerne organisieren wir hier eine Begleitung durch GebärdendolmetscherInnen. Interessierte können sich bis 9. Oktober im Regionalen Bildungsbüro des Kreises Düren bei Andrea Rokuß unter Telefon 02421-222833 oder per Mail bildungsbuero@kreis-dueren.de melden, wenn sie diese Unterstützung benötigen.


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