St. Andreas und Matthias vor 25 Jahren geweiht

Lich-Steinstraßer feierten Silberjubiläum
Von Dorothée Schenk [27.09.2013, 10.40 Uhr]

Aufstellen zum Einzug: Fahnenträger vor St. Andreas und Matthias

Aufstellen zum Einzug: Fahnenträger vor St. Andreas und Matthias

Tradition verbunden mit Zeitgeist – das ist es, was schon zur Grundsteinlegung die Kirche St. Andreas und Matthias in Lich-Steinstraß ausmachte. Das spiegelte sich auch jetzt beim silbernen Kirchweihjubiläum wider.

Als Weihbischof Dr. Klaus Dicke am 18. September 1988 für die Rheinbraun-Vertriebenen die neue Kirche der Umsiedler einweihte, waren die Gläubigen nicht unbedingt erbaut, wie Gemeinderatsvertreter Matthias Ingermann zur Festmesse noch einmal in Erinnerung rief. Zu modern war ihnen das Gotteshaus, das Prof. Heinz Döhmen aus Mönchengladbach entworfen hatte. „Inzwischen ist die Kirche angekommen und angenommen“, betonte Ingermann glaubhaft, ließ man während des stimmungsvollen Gottesdienstes den Blick durch die dichtbesetzten Bankreihen streifen.

Eine Hilfe war sicher, dass vom Weihwasser- und Taufbecken über die Figur des Gekreuzigten, die Doppelmadonna bis zu den Glasfenstern viel Vertrautes aus der alten Kirche in der neuen Kirche einen Platz fand. Kombiniert wurde es mit der Ausstattung von Georg Ettl, die „ein Stein des Anstoßes“ war, wie es Pfarrer Heinrich Bongard in seiner Predigt meinte. Als Propst hatte er vor 25 Jahren die Planungen mit zu verantworten und erläuterte nun der Festgemeinde noch einmal die Geschichte und Ausstattung von St. Andreas und Matthias.

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Mit einer Festmesse wurde das silberne Weihejubiläum der Lich-Steinstraßer Kirche gefeiert.

Mit einer Festmesse wurde das silberne Weihejubiläum der Lich-Steinstraßer Kirche gefeiert.

Mit Nachdruck gekämpft hatten die Umsiedler für ihr eigenes Gotteshaus, denn Kirchenräume gab es in Jülich eigentlich ausreichend. Aber nach dem Verlust der Heimat sei der Mittelpunkt des neuen dörflichen Lebens wichtig gewesen. Wie Propst Josef Wolff eingangs die Gläubigen im frisch sanierten Haus begrüßte: „Wir brauchen Räume, in denen wir Gäste Gottes sein können“.

An diesem Silberjubiläumstag waren es viele, die ihn in Lich-Steinstraß füllten, um mit dem Jugendchor Soluna zu singen „Gott baut ein Haus, das lebt“ oder auch ganz traditionell das „Agnus Dei“ mit den Zelebranten Pastor Wolff, Pfarrer Bongard und Diakon Arnold Hecker anzustimmen. Eine gelungene Symbiose aus Tradition und Zeitgeist, die sich bis in die Liturgie an diese
und sie ist noch nicht zu Ende, denn nicht nur inhaltlich wollen die Lich-Steinstraßer in der Zukunft mit Rosenkranzgebeten und weiteren Gottesdienstangeboten weiter das kirchliche Leben gestalten, sondern auch in der Ausstattung Ersehntes aus den ersten 25 Jahren endlich umsetzen: Der Turmhahn soll aufgesetzt werden, Kreuzweg-Stationen entstehen und auch Reliquiare für „St. Matthias und Andreas“


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