Göttliches Finales des Jülicher Fußballcamps
Von tee [12.07.2013, 18.14 Uhr]

Ortstermin im Karl-Knipprath-Stadion (v.l.) Michael Lingnau nimmt mit Pfarrerin Claudia Konnert, Peter Kosprd, Claus Nürnberg, Hans Scheiba und Elvira Musiol den Platz vor der Ehrentribüne in Augenschein.

Ortstermin im Karl-Knipprath-Stadion (v.l.) Michael Lingnau nimmt mit Pfarrerin Claudia Konnert, Peter Kosprd, Claus Nürnberg, Hans Scheiba und Elvira Musiol den Platz vor der Ehrentribüne in Augenschein.

Sport hat viel mit Religion zu tun, davon sind alle Akteure des ersten Jülicher „Stadion-Gottesdienstes“ überzeugt. Zum Finale des Sommer-Fußballcamps des Fußballvereins SC Jülich 1910/97 wird am Samstag, 27. Juli, unter der Ehrentribüne im Karl-Knipprath-Stadion mit Propst Josef Wolff und der evangelischen Pfarrerin Claudia Konnert ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert.

Als Herausforderung versteht Propst Wolff diesen Freiluft-Gottesdienst unter „Gottes weitem, hoffentlich blauem Himmel“. Gerne habe er die „Flanke“ des Zehner-Vorsitzenden Michael Lingnau aufgenommen, der neben dem Vereinsvorsitz zum Kirchenvorstand der Pfarre Heilig Geist Jülich gehört.

Die Idee zum „Feldgottesdienst“ haben allerdings zwei andere Männer geboren: Peter Kosprd und Hans Scheiba, die Verantwortlichen für das Fußballcamp, an dem jährlich rund 100 Kinder und Jugendliche aus dem Jülicher Land teilnehmen. Sie wollen ihren Teil dazu beitragen, Kirche wieder lebendig zu machen. „Ich trainiere auch viel mit muslimischen Spielern. Sie beten vor dem Spiel und auch in der Halbzeit. Wir müssen auch wieder den Mut haben, uns als Christen zu bekennen“, sagt der praktizierende Katholik Kosprd.

Werbung

Viele Ideen hat dazu bereits Pfarrerin Konnert, die sich vorstellen kann, dass die Jugendlichen selbst einmal die Abseitsregel erklärt. Denn: „Wir stellen oft Menschen ins Abseits und die Fußballer trainieren das sogar.“ Hier eine Brücke zum praktischen Glauben zu schaffen und zu klären, wie man als Christ „Fouls“ und „Abseits“ begegnet, könnte ein Aspekt des Gottesdienstes sein. Mit Propst Wolff wird sie in diesen Tagen wegen der Details zusammenkommen.

Angesprochen werden sollen alle Generationen mit diesem Gottesdienst. Gerade dadurch, dass er im Stadion begangen wird, sehen alle Beteiligten die Möglichkeit, auch Menschen zu erreichen, die sonst der Kirche eher skeptisch gegenüber stünden. Durch den zentral positionierten Altar auf der Zuschauerbühne könne man Neugier wecken und die Hemmungen, sich dazu zu gesellen nehmen. „Es ist eine Chance, das Christ sein in Jülich lebendig zu machen“, betont Michael Lingnau. Ausdrücklich sind alle Interessierten und Gläubigen eingeladen – nicht nur die Teilnehmer des Fußballcamps und deren Eltern – zu der ökumenischen Feier ab 18 Uhr zu kommen.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2018 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Das JüLicht geht im "Herzog" auf
Das "JüLicht" ist Geschichte – es geht ab sofort im "Herzog" auf – und diesmal gibt es die neuesten Nachrichten nicht nur täglich frisch im Internet, sondern auch jeden Monat als neues Stadt- und Kulturmagazin in gedruckter Form. Wir – Muttkraat, Medien- und Kommunikationsdesigner Hacky Hackhausen und Herzens-Jülicherin und Journalistin Dorothée Schenk – haben fast drei Jahre lang an der „Fusion“ des „kleinen Herzog“, das bis Ende 2017 als Kulturmagazin im Taschenformat erschienen ist und dem Internetmagazin „JüLicht“ geplant und gefeilt.  [30.01.2018, 14.41 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung