Gemeinsame Fortbildung für Schule und Schulsozialarbeit

Jülich: Lösungen finden statt anklagen
Von Redaktion [04.07.2013, 07.19 Uhr]

Das Schlagwort „Mobbing“ ist in aller Munde. Man begegnet diesem Phänomen an vielen Stellen. Immer ist es mit viel Schmerz und Ärger für die Betroffenen verbunden. Es ist kein neues Problem, allerdings nimmt es - bedingt durch Facebook & Co immer stärkere Ausmaße an. Achtzehn Pädagogen aus Schule und Schulsozialarbeit ergriffen nun die Initiative und besuchten eine ganztägige Fortbildung im Neuen Rathaus Jülich.

Elisabeth Mölders vom Kompetenzteam NRW Kreis Euskirchen Rhein-Erft-Kreis referierte auf Einladung des Amtes für Familie, Generationen und Integration. Seit vielen Jahren bringt sie Pädagogen einen praxisnahen Lösungsansatz nahe.

Der No Blame Approach - wörtlich: „Ansatz ohne Schuldzuweisung“ - hat seinen Ursprung in England. Es ist eine wirksame Vorgehensweise, um Mobbing unter Schülerinnen und Schülern zeitnah und nachhaltig zu beenden. Die besondere Faszination des Ansatzes liegt darin, dass auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Vielmehr steht eine konsequente Lösungsorientierung im Vordergrund. Gemeinsam mit den Beteiligten werden ausschließlich konkrete Ideen entwickelt, um die Situation für den von Mobbing betroffenen Schüler zu entschärfen.

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Der Ansatz vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, wirksame Lösungen auch im Fall von Mobbing herbeizuführen. Die Praxis zeigt, dass dieses Vertrauen dankbar aufgenommen wird. Übrigens lässt sich der No Blame Approach in allen Schulformen und jeder Altersstufe anwenden.

In Theorie und Praxis setzen sich die Teilnehmer mit dem Phänomen „Mobbing“ auseinander. Viele Rollenspiele vermittelten den Pädagogen zum einen die Gefühle des Mobbingopfers und machten auf der andren Seite die besondere Vorgehensweise des Ansatzes konkret erlebbar. Und so waren sich am Ende alle einig, dass sie diesen Ansatz gerne in einer weiteren Fortbildung vertiefen möchten. Einige wollen den Ansatz umgehend in der Schule auf eine bestimmte Situation anwenden und sich vom Gelingen selbst überzeugen.


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