Experiment abgeschlossen

Jülicher Forscher beobachteten 2000 Drängler
Von Redaktion [28.06.2013, 08.42 Uhr]

Von erhöhtem Posten hatten die Forscher gute Sicht auf die Drängler

Von erhöhtem Posten hatten die Forscher gute Sicht auf die Drängler

Wie lassen sich Veranstaltungen, auf denen Tausende von Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, noch sicherer machen? Zur Klärung dieser Frage haben Wissenschaftler aus Jülich, Siegen und Wuppertal das bisher größte Fußgänger-Experiment seiner Art am Wochenende in einer Düsseldorfer Messehalle erfolgreich abgeschlossen.

Über 2000 Probanden bewegten sich von Mittwoch bis Samstag durch verschiedene Parcours mit Kreuzungen und künstlichen Engstellen. Mithilfe der Versuche möchten die Wissenschafter mehr darüber erfahren, wann ein Stau in ein gefährliches Gedränge umschlägt – und wie sich das verhindern lässt. Allein am Samstag kamen knapp 1000 Probanden, unter anderem, um in verschiedenen Variationen eines Versuchs zu prüfen, wann ein Menschenstrom in Korridoren oder an Ecken ins Stocken gerät.

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„Ein großer Unsicherheitsfaktor im Vorfeld war, ob genug Probanden kommen. Aber schon am ersten Tag konnten wir mit rund 350 von 400 angemeldeten Teilnehmern einen guten Zuspruch verzeichnen. Auch an den anderen Tagen hat die Zahl der Probanden vollkommen ausgereicht, die Technik hat funktioniert, sodass wir die Phänomene, die wir untersuchen wollten, auch tatsächlich beobachten konnten“, zeigt sich Versuchsleiter Prof. Armin Seyfried vom Forschungszentrum Jülich zufrieden mit dem Ablauf der Experimente.

Wissenschaftler der Universität Siegen konnten bereits während der laufenden Experimente erste Erkenntnisse darüber gewinnen, durch welche Maßnahmen sich Fußgängerströme gezielt steuern lassen. „Schon mit bloßem Auge ließ sich beobachten, dass sich der Personenfluss durch Hinweise auf Schildern und bauliche Maßnahmen, wie etwa eine Säule in der Mitte, lenken und dadurch aufrecht erhalten lässt“, erläutert Prof. Gebhard Rusch vom Siegener Institut für Medienforschung. Die genauen Zusammenhänge müssen allerdings gemeinsam mit den weiteren in den Experimenten gewonnenen Daten in den nächsten Monaten und Jahren erst noch analysiert werden.


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