Zeitzeuge führt

Sonderausstellung im Jülicher Museum
Von Redaktion [14.09.2005, 17.00 Uhr]

Zum Tag des offenen Denkmals wurde im Museum Zitadelle die Ausstellung zur Geschichte der Anlage 1929-1956 um den Bereich „Luftkrieg und Luftschutz“ ergänzt. Die authentischen Räume der Bastion Johannes mit ihren Kasematten und Pulverkammern, die im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzräume genutzt wurden, bieten für die Führung von Dr. Peter Nieveler am Sonntag, 18. September, ab 11 Uhr einen eindrucksvollen Hintergrund. Unter dem konservierten Bombentrichter im Gewölbegang der Bastion sind Bombenfunde der verschiedenen Typen zusammengestellt, die den menschlichen Erfindungsreichtum in diesem menschenverachtenden Bereich beeindruckend illustrieren.

Auf der Bastion sind Geräte und Hilfsmittel zum Luftschutz und Flugabwehr von der Löschsandtüte und Handsirene bis zum Splitterschutzbunker und einem 8,8 cm FLAK-Geschütz ausgestellt. Anhand verschiedener Kanonen des 16.-19. Jahrhundert auf der Museumsbastion kann im direkten Vergleich zum legendären Geschütz des Zweiten Weltkrieges die Entwicklung der Waffentechnik und des Festungsbaues über 400 Jahre verfolgt werden. Gerade die rasante Entwicklung der Hochtechnologie im Bereich der Militärtechnik bedrückt durch ihre ungebrochene Aktualität

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Die Präsentation zum Luftschutz bleibt zusammen mit der Ausstellung „Krieg und Frieden“ und dem Radierzyklus von Otto Dix „Der Krieg“ bis 31. Oktober im Museum Zitadelle zu sehen.

Dr. Peter Nieveler hat auch eine Dokumentations-CD zur Ausstellung erstellt, in die viele zusätzliche Fotos und Hinweise aufgenommen wurden. Zusammen mit den Beschriftungsstexten der Ausstellung ist sie für 5 Euro an der Museumskassse erhältlich.

Jeden Sonntag um 15 Uhr wird zudem ein Großer Kasemattenrundgang angeboten, der durch die weitläufigen Gänge der Kurtinen und Bastionen führt und dabei auch zu Spuren der Nutzung als Luftschutzräume und Notunterkünfte führt.


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