Programm der Woche

Leichte Kost und hartes Brot im Jülicher KuBa
Von Redaktion [13.06.2013, 08.33 Uhr]

Im Frühjahr 1958 will die hübsche Rose mehr, als nur im Krämerladen ihres Vaters in der Normandie zu versauern. Sie träumt von der großen weiten Welt – oder zumindest vom Leben in der nächstgrößeren Stadt. Heimlich bewirbt sie sich bei Louis Echard für den Beruf, den sich jede Frau in den 50er Jahren wünscht: Sekretärin. Dafür ist sie zwar völlig unbegabt, bekommt die Stelle aber trotzdem, weil sie schneller tippen kann als Louis die Sätze zu Ende formuliert.

Louis sportlicher Ehrgeiz ist geweckt und er meldet Rose beim regionalen Schnellschreibwettbewerb an. Unter seiner strengen Aufsicht muss sie üben, üben, üben.... Und während Rose sich in Louis verliebt, träumt er davon, seinen Schützling zur schnellsten Frau des Landes – ach was – der ganzen Welt zu machen! Oder gilt seine Leidenschaft auch schon längst nicht mehr dem Wettbewerb alleine?

Tipp… tip… tip – bing! Die gute alte Schreibmaschine – unhandlich, schwer und laut. Regisseur Régis Roinsard erzählt in seinem Kinodebut "Mademoiselle Populaire" eine ebenso romantische wie nostalgische Liebeskomödie ganz im Stile der großen Klassiker aus den 50er Jahren. In Retro-Optik der 50er Jahre mit viel Witz, feiner Ironie und liebevollem Ernst inszeniert, wird sich "Mademoiselle Populaire" rekordverdächtig schnell ins Herz der Zuschauer schreiben – und das absolut fehlerfrei!

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Der Film „Gekaufte Wahrheit“, der der Jülicher Kulturbahnhof am Mittwoch, 19. Juni, ab 20 Uhr in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich zeigt, schildert anhand von zwei Biografien exemplarisch, mit welchen Mitteln Konzerne wie Monsanto gezielt Forscher diskreditieren, die den Geschäftsinteressen großer Unternehmen schaden könnten.
Aussagen von Wissenschaftlern selbst belegen demnach, dass 95 Prozent der Forscher im Bereich Gentechnik von der Industrie bezahlt werden. Nur fünf Prozent der Forscher sind unabhängig. “Die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie ist offensichtlich. Kann die Öffentlichkeit – können wir alle – den Studien noch trauen?”, heißt es in der Ankündigung zum FIlm.

Der Dokumentarfilm zeigt, wie große Konzerne versuchen, unabhängige Forschung gezielt zu unterbinden. Der Streifen schildert, wie der Agrar-Chemie-Multi Monsanto Anfang der 90er Jahre genmanipulierte Pflanzen auf den Markt brachte, die von vielen als landwirtschaftliche Sensation gefeiert wurden. Sie sollen nicht nur den Einsatz von Pestiziden eindämmen, sondern auch Probleme der Welternährung lösen.

Im Film wird schnell verdeutlicht, welche Bedrohung von diesem Saatgut ausgeht. Wissenschaftler warnen demnach, dass der Anbau dieser Pflanzen und ihre unkontrollierte Verbreitung unwiederbringlich die Zerstörung der biologischen Vielfalt auf diesem Planeten bedeuten. Doch was geschieht mit Wissenschaftlern die ihre kritischen Forschungsergebnisse veröffentlichen?

Im Anschluss an die Filmvorführung wird in einer Lifeschaltung nach Berlin eine Podiumsdiskussion übertragen, an der auch Renate Künast beteilgt sein wird. Die beiden Direktkandidaten der Grünen, Jenny Kunz und Michael Musil, laden zur Teilnahme an dieser bundesweiten Premiere ein. Das Programm beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.


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