Adelgundisspatzen führen Musical auf

In Koslar "Staunende Augen" bekommen
Von Dorothée Schenk [03.06.2013, 08.43 Uhr]

Beim Probenwochenende wurde auch das Stück auch in Kostümen gespielt und gesungen.

Beim Probenwochenende wurde auch das Stück auch in Kostümen gespielt und gesungen.

„p-p-t-t-k-k“: Die „Adelgundisspatzen“ skandieren auf Anweisung ihrer Chorleiterin die Stimmübungen, rollen mit den Schultern und atmen in „den dicken Bauch“. Die 7- bis 15-Jährigen sind in der heißen Phase. In wenigen Tagen feiern sie mit dem Musical „Staunende Augen“ Premiere im Koslarer Pfarrheim.

Einig sind sich die Sängerinnen und Sänger nicht: Ist das „Regenbogenlied“, „Jesus kommt in unsere Stadt“ oder das Mutmachlied am schönsten? Hans hat keinen Zweifel, es ist „das mit dem geilen Gitarrensolo“. Ganz gleich, denn mit Inbrunst singen und spielen die „Spatzen“ ihr Stück, an dem sie seit Monaten proben. Etwa die Szene, in der die Jugendlichen wie in Trance aufstehen, um einzelnen Strophen vorzutragen, ehe der Chor gemeinsam in den Refrain einstimmt. „Ich übe sogar beim Mittagessen“, verrät die blondgelockte Pauline mit unschuldigem Lächeln.

Ganz zufrieden ist Anke Keppel mit der Textsicherheit ihrer Mannschaft nicht. Kurz vor dem entscheidenden Auftritt verbrachten die Adelgundisspatzen ein Wochenende in Klausur und haben „vier Tage wie verrückt geprobt“, wie Chorleiterin Keppel mit Stolz auf die Disziplin und Einsatzfreude ihrer Sängerschar erklärt.

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Chorleiterin Anke Keppel (r) gibt den richtigen Ton und Text an.

Chorleiterin Anke Keppel (r) gibt den richtigen Ton und Text an.

Ein Mann steckt unverhofft seinen Kopf in den Proberaum. „Wer war das denn?“, kommt neugierig die Frage. „Das war Rainer. Er baut das Gerüst für unser Bühnenbild“, erklärt Anke Keppel. Der Vater von Chormitglied Caroline ist nur einer der stillen Helfer im Hintergrund. Zu den Liedern von Uwe Lal schrieb Chormutter Cordula Schmitz die Dialoge für die elf Sprechrollen. Die Kostüme haben Chormütter und Omas geschneidert, und auch für die Requisite und das Schauspieltraining sind Eltern verantwortlich.
Ein Erfolgsschlager ist der erst sechs Jahre junge Kinder- und Jugendchor der St. Adelgundis-Gemeinde, der stets von Otmar Esser am Keyboard begleitet wird. Nach den Aufführungen eines Mini-Musicals zum Leben der Heiligen Elisabeth im Advent 2010 und dem „Abenteuer auf der großen Wiese“ im Herbst 2011 folgt nun das Biblische Musical von Uwe Lal über das Wunder, bei dem Jesus den blinden Bartimäus heilt und ihn wieder sehen lässt. Die erste Vorstellung ist schon ausverkauft.

Infos
Aufführungen am Samstag, 8., und Sonntag, 9. Juni, jeweils um 17 Uhr im
Gemeindesaal des Pfarrheims in Koslar, Friedhofstraße.
Einzelkarten zu 4 Euro, Familienkarten kosten 10 Euro.
Vorverkauf bei allen Mitgliedern des Chores, an der Tageskasse oder bei Anke Keppel, Tel. 02461/910601, und Cordula Schmitz unter cordulaschmitz@freenet.de.


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