Vertrag unterzeichnet für das Bioeconomy Science Center

Jülich: Strukturwandel zur bio-basierten Wirtschaft
Von Redaktion [28.05.2013, 17.32 Uhr]

Prof. Jürgen Fohrmann für die Uni Bonn (v.l.), Prof. Ernst Schmachtenberg für die RWTH Aachen, Prof. Achim Bachem für das Forschungszentrum, Thomas Rachel, MdB, NRW-Ministerin Svenja Schulze und und Prof. Lutz Schmitt von der Uni Düsseldorf

Prof. Jürgen Fohrmann für die Uni Bonn (v.l.), Prof. Ernst Schmachtenberg für die RWTH Aachen, Prof. Achim Bachem für das Forschungszentrum, Thomas Rachel, MdB, NRW-Ministerin Svenja Schulze und und Prof. Lutz Schmitt von der Uni Düsseldorf

Großer Erfolg für das Bioeconomy Science Center (BioSC), das von der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich und den Universitäten Bonn und Düsseldorf getragene größte Forschungscluster für eine nachhaltige Bioökonomie in NRW: Es erhält mehr als 58 Mio. Euro, um in den nächsten 10 Jahren Wege zur integrierten Bioökonomie zu erforschen. Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie und deren Implementierung sind ein gemeinsames Ziel der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen. Dazu haben nun NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Thomas Rachel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), vereinbart, dass die Jülicher Biotechnologie dauerhaft in die Helmholtz-Gemeinschaft überführt wird und das Land NRW ein europaweit einmaliges Projekt zur Erforschung der integrierten Bioökonomie am BioSC fördern wird.

Kaum eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen kann ohne die Bioökonomie gelöst werden. Sie bietet ökonomische und technologische Lösungsansätze für die Ernährung der Menschheit, den Wandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Industrie und für die Anpassung an den Klimawandel. Die Bundesregierung und das Land NRW ziehen daher an einem Strang zur Förderung der Bioökonomie. Nun wurden gleich mehrere Maßnahmen für eine auf die Zukunft gerichtete Strategie umgesetzt.

Das Jülicher Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1) wird in die Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft überführt. Damit übernehmen Bund und Land NRW gemeinsam Verantwortung für den nachhaltigen Ausbau der Biotechnologie als wichtige Schlüsseltechnologie für die Bioökonomie und die Fokussierung des BioSC auf die Integration von Produktion, Verarbeitung und Ökonomie. "Mit Forschung und Innovation wollen wir den Strukturwandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Wirtschaft vorantreiben", sagte Thomas Rachel. "Mit der Integration der Jülicher Biotechnologieforschung in die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt die Bundesregierung strukturell und finanziell die strategische Entwicklung der Bioökonomieforschung in Deutschland und auf europäischer Ebene."

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Gleichzeitig unterstützt das Land NRW den strukturellen und inhaltlichen Aufbau des BioSC mit einem Strategieprojekt von insgesamt 58 Mio. Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren. "Das Bioeconomy Science Center ist für die Bioökonomie in Nordrhein-Westfalen ein weiterer wichtiger Meilenstein. Hier wird das wissenschaftliche Know-how aus dem ganzen Land gebündelt: Forscherinnen und Forscher der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich, der Universität Düsseldorf und der Universität Bonn werden zukünftig gemeinsam an den zentralen Fragen des Wirtschaftskreislaufes von Biomasse und biobasierten Produkten arbeiten", erklärte Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF).

Im NRW-Strategieprojekt BioSC werden standortübergreifend Forschungsprojekte entwickelt und finanziert, in deren Zentrum die Vernetzung und Integration der verschiedenen Forschungsfelder und Disziplinen stehen, die für eine integrierte und nachhaltige Bioökonomie essentiell sein werden. Die Projekte zielen auf eine ressourcenschonende und nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln, pflanzlicher Biomasse, Energie, Chemikalien, Pharmaka und Materialien auf Basis biologischer Rohstoffe, Produkte, Prozesse und Prinzipien. Dies geschieht unter Berücksichtigung ökonomischer und sozialer Prozesse.

Das Forschungszentrum Jülich, die RWTH Aachen und die Universitäten Bonn und Düsseldorf bringen mit dem BioSC ihre exzellenten Kompetenzen in das NRW-Strategieprojekt ein. Mit diesem wird das BioSC als ein europaweit einmaliger Forschungsverbund zur Bioökonomie weiterentwickelt und langfristig gestärkt. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, eine neue Generation von Experten und Fachkräften auszubilden, die interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft forscht und arbeitet. Zudem werden Strategien entwickelt, um die Ergebnisse der Forschung in eine zukünftige bioökonomische Wirtschaftsweise umzusetzen.


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