Wo war die Großmutter?

Puppen-Gastspiel in der Jülicher Stadthalle
Von tee [09.09.2005, 13.22 Uhr]

Kasperle kam mit der Altedeutschen Puppenbühne in die Jülicher Stadthalle.

Kasperle kam mit der Altedeutschen Puppenbühne in die Jülicher Stadthalle.

In der alten Tradition des Kasperle-Theaters stellt die Altdeutsche Puppenbühne ihr Schauspiel: Der blausamtbezogene Schaukasten mit dem roten Vorhang davor öffnet sich für einfache Geschichten um die Hauptfiguren Kasperl und Seppl. Diesmal war es „Das gestohlene Geburtstagsgeschenk“, das die meist Drei- bis Fünfjährigen 45 Minuten lang auf ihren Stühlen hielt. Aufgeteilt in drei Akte mit zwei je fünfminütigen Pausen waren Kinder wie begleitende Eltern allerdings von dem abrupten Ende der Vorführung ausgesprochen überrascht. Außerdem waren, wie der dreijährige Lorenz bemerkte, bis dahin weder die Großmutter noch Wachtmeister Dimpflmoser, nicht die Prinzessin, noch der König aufgetreten.

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Zwar gelang es dem Einmann-Vorführer als „Kasperl“ sein Publikum zum Mitmachen zu animieren, wenn es darum ging, den Räuber Hotzenplotz und die Hexe Pellkartoffel dingfest zu machen, aber der Spannungsbogen konnte sich durch die unnötigen Pausen nicht wirklich aufbauen. Wer Böses dabei denkt, könnte vermuten, dass der aufgebaute Süßigkeiten-Getränke-Schnickschnack-Tisch in den Unterbrechungen noch mal zur Geltung kommen sollte. Dass das Licht in der eh „anheimelnden“ Jülicher Stadthalle nicht ausgelöscht wurde, nahm dem Spiel außerdem viel von seinem Zauber. Wer durch das Theaterstarter-Programm verwöhnt ist, und dort für denselben Preis wirklich anspruchsvolles Kinderbühnenspiel sehen kann, war sicher enttäuscht. Auch, wenn es wenigstens den ganz kleinen Kindern offenbar gefiel.


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