Erstes Patronatsfest "Heilig Geist"

Jülicher Groß-Pfarrei gemeinsam auf dem Weg
Von Britta Sylvester [25.05.2013, 08.44 Uhr]

Zur Feier des ersten Patronatsfestes machten sich an Pfingstmontag in allen Teilen der Pfarrei Heilig Geist Jülich wetterfest ausgestattete Gruppen auf den Weg nach Barmen. Zur Sternwallfahrt hatte das Pastoralteam alle Gläubigen ins Haus Overbach eingeladen.

Gefahren im Wortsinne wurde von Lich-Steinstraß, Selgersdorf und von St. Rochus in der Jülicher Innenstadt aus; dort schwangen sich die Pilger in den Sattel ihrer Räder. Viele von ihnen waren mit Kind und Kegel unterwegs – der Nachwuchs reiste geschützt vor Regen meist im Anhänger. Wer weniger gut zu Fuß ist, konnte vom besonderen Service in St. Franz Sales profitieren: Hier gab es Mitfahrgelegenheiten, die vor allem die Senioren nutzten.

In der Klosterkirche von Haus Overbach lud Pfarrer Josef Wolff zum Familiengottesdienst, der von der geplanten Open-Air-Messe unters schützende Dach verlegt worden war. „In seinem Geiste eines Geistes sein“ – unter diesem Motto machte sich die Fußgruppe von der Propsteikirche aus auf den Weg. Und unter dieses Motto stellte Pfarrer Wolff seinen Wortgottesdienst.

Mit besonderem Blick auf die jüngsten Besucher unternahm der Geistliche das schwierige Unterfangen, den heiligen Geist zu erklären, zu vermitteln, was genau es war, das Jesu Jünger „damals hinausgetrieben hat“. Diesen Geist zu spüren, ginge nur gemeinsam, so Wolff. So war denn sein persönliches Stichwort für Pfingsten und dieses erste Patronatsfest der noch jungen Pfarrei das Wörtchen Einheit.

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Auf Verbindendes zu schauen, anstatt das Trennende zu finden, sei zwar schwieriger, gleichwohl aber ebenso notwendig wie möglich, zeigte sich der Pfarrer in seiner Ansprache überzeugt. Ein passendes Beispiel, fand Wolff, seien gewissermaßen an diesem Pfingstmontag die Wallfahrer aus allen Teilen der Pfarrei Heilig Geist, die sich zu einem gemeinsamen Ziel auf den Weg gemacht hätten.

Ganz konkret etwas Gemeinsames tun, stand folgerichtig auch noch auf dem Programm des Gottesdienstes: Ein großer hölzerner Rahmen wartete vor dem Altar auf seinen Einsatz. In das darin gespannte Netz sollten bunte Fäden geknüpft werden.

Den passenden musikalischen Rahmen steuerte die Musikgruppe Akzente bei. Zu den Klängen des Liedes „Wir knüpfen miteinander ein buntes Netz“ knoteten zunächst die zahlreichen Kinder farbenfrohe Wollfäden in den Rahmen, ehe die Erwachsenen Hand anlegen durften.

Wen nach Fußmarsch oder Radfahrt Hunger und Durst quälten, der fand im Keller unter der Klosterkirche gedeckte Tische vor. Unter der Überschrift „Zu Tisch mit Gott und der Welt“ machte das Bistum Aachen mit seiner Aktion gegen Ungerechtigkeiten und soziale Missstände auch in Barmen Station. Mit ihrem Bus, ausgestattet mit einer eigenen Zeitung, informierten Mitarbeiter über die aktuelle Aktion des Bistums.


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