Mit Jülicher "Lokalheiligen" auf Erfolgskurs
Von Redaktion [26.05.2013, 09.04 Uhr]

Auf ein erfolgreiches Jahr kann das Museum Zitadelle zurückblicken. Die „Lokalheilige“, die Selige Christina von Stommeln, bescherte dem Jülicher Museum einen waren Zuschauererfolg. Im Jahresbericht heißt es „Der mutige Mix aus Mittelalter, Mystik und Medizinwissenschaft kam gut an, besonders gelobt wurden die gehaltvollen Inhalte, das Ergebnis intensiver interdisziplinärer Forschung“. 1308 Besucher – nicht mitgezählt die Gäste anderer Museumsveranstaltungen – sahen die Christina-Ausstellung in nur 79 Öffnungstagen. Geschuldet ist dies wohl auch dem Umstand wohl auch der breiten überregionalen Berichterstattung, betont das Musuem. So konnten auch Gäste aus Köln, Aachen und dem Bundesgebiet gewonnen werden.

Im Jahr 2012 kamen 6663 Besucher in das Museum Zitadelle, davon 1613 im Rahmen von Führungen und 5050 Einzelbesucher. Von diesen wiederum besuchte ungefähr die Hälfte (2446) die Sonderveranstaltungen des Museums. Damit besuchten deutlich mehr Gäste das Museum als 2011 (6046), jedoch nicht so viele wie 2010 (6918). Zurückgeführt werden die Besucherzahlen auf die hochkarätigen Ausstellungen – 2010 Schirmer – in Verbindung mit Forschungen.

Zu einem zweiten Besuchermagnet neben den großen Ausstellungsprojekten haben sich die Sonderveranstaltungen entwickelt. Die besucherstärksten sind der Internationale Museumstag, die Fledermausnacht und der Tag des offenen Denkmals. Die Aktionstage seien mittlerweile gut etablierten und würden auch außerhalb Jülichs gut wahrgenommen. Weitere wichtige Standbeine seien die Gästeführungen und die Ausstellungen.

Mit Blick auf die Zukunft sieht sich das Museum vor allem räumlich beschränkt. Verstärkt muss die Schlosskapelle für Sonderausstellungen bespielt werden, allerdings wird diese zu Schulzeiten weitgehend vom Gymnasium genutzt. Da der Südostturmes bald Dokumentationszentrum „Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica“ wird, entfällt auch dieser Ausstellungsraum. Die Räume im Schlosskeller seien aufgrund der bekannten konservatorischen Probleme wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nur für manche Projekte und für beschränkte Dauer geeignet.

In der aktuellen Situation könne das Museum „keine weitergehenden Erwartungen an Besucherzahlen erfüllen“ Ebenso schwierig sei entsprechend das Einwerben von Drittmitteln. „Weil Schule und Museum Zitadelle integriert sind, müsste zur weiteren Klärung außer der Museums- auch die Schulplanung konkretisiert werden. Auf dieser Grundlage wäre dann die politische Beschlusslage zu aktualisieren, um so mittelfristig eine Lösung herbeizuführen, die beiden Seiten gerecht wird“, heißt es im Jahresbericht.

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Das Jahr 2013 wird thematisch bestimmt durch den 150. Todestag des aus Jülich stammenden bedeutenden Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer. Gerade für die überregionale Wahrnehmung ist die Schirmerausstellung zum wichtigen Profil geworden, so dass dieses Thema wieder aufgegriffen wird. Flankiert wird die Jahresausstellung „Des Wunderbaren in Menge …“ zum 150. Todestag durch „Erwin Gross. Landschaften – aktuelle Malerei“ im Juli, Die Welt nach Schirmer zum Tag des offenen Denkmals und Chris Billington. Colour and Reduction – 15 landscapes to J. W. Schirmer im Oktober.

Im Jahr 2014 wird das Dokumentationszentrum „Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica“ in der Zitadelle (Foyer Südostturm und Teile des Schlosskellers) offiziell in Betrieb gehen. Daneben sind drei Sonderausstellungen geplant zum 70. Jahrestag der Zerstörung Jülichs, künstlerischen Positionen zur Landschaftsmalerei ist in den Sommerferien eine Präsentation von Arbeit des Künstlers Heiner Altmeppen und schließlich die Präsentation von Großskulpturen von Markus Lüppertz.

Für das Jahr 2015 ist ein größeres Kooperationsprojekt geplant, das der Jülicher Geschichtsverein
1923 e.V. gemeinsam mit dem Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen initiiert hat, wobei die Finanzierung über die beiden Vereine erfolgen soll: Das preußische Jahrhundert – Jülich, Opladen und das Rheinland zwischen 1815 und 1914.


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