Viermal "Kino" in Jülich
Von Redaktion [16.05.2013, 10.07 Uhr]

Kooperationspartner machen's möglich: Nachdem "Song for Monica" über die Kinoleinwand im Jülicher Kulturbahnhof gelaufen ist, laden KuBa und Bündnis 90/Grüne am Mittwoch, 22. Mai, zum britischen Film "The Age of stupid - Warum tun wir nichts" ein, der den Klimawandel zum Thema hat. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Erwachsenenbildung wird außerdem am Donnerstag, 23. Mai, der Dokumentarfilm "Berg Fidel - Eine Schule für alle" gezeigt.

Ein Lied für Monica

Ein Lied für Monica

Jülicher Kinobesucher können am Pfingstmontag, 20., und -dienstag, 21. Mai, jeweils um 20 Uhr die berührende Geschichte von Rentner Arthur, seiner Frau Marion und der jungen Chorleiterin Elisabeth sehen - gewürzt mit einer Prise Hardrock, Pop oder Salt-n-Pepa.

Rentner Arthur ist ein mürrischer alter Mann, der, außer seiner sehr liebenswerten Ehefrau Marion, nichts und niemanden wirklich mag. Marion ist begeistertes Mitglied in einem ‚etwas anderen‘ Gemeinde-Chor, der auch mal Lieder von Motörhead oder Chaka Khan anstimmt.
Arthur kann nicht verstehen, warum Marion freiwillig und regelmäßig ihre Zeit und ihre Energie an diese in seinen Augen peinliche Prozedur verschwendet. Doch Marions Liebe zum Gesang ist trotz schwerer Krankheit unerschütterlich, und so unterstützt Arthur sie widerwillig dabei.

Die junge Chorleiterin Elisabeth sieht in Arthur etwas Besonderes und will ihn unbedingt und gegen seinen vehementen Widerstand in ihren Chor aufnehmen. Hartnäckig bearbeitet sie den Misanthropen, und im Laufe der Zeit entdeckt Arthur seine verloren geglaubte Lebensfreude wieder. Und er beginnt zu verstehen, dass es nie zu spät ist für Veränderungen.

Zeit für Veränderungen ist es nicht nur nach Ansicht von Regisseur Franny Armstrong: "The Age of Stupid - Warum tun wir nichts?" ist der provokante Titel dieses 2009 anläßlich des Umweltgipels in Kopenhagen uraufgeführten Films, den Besucher des KuBa am Mittwoch, 22. Mai, ab 20 Uhr sehen können.

Zeitsprung ins Jahr 2055. London ist überflutet, Sydney in Flammen, Las Vegas von der Wüste verschluckt. Der letzte Mensch sitzt in der geschmolzenen Arktis in einem riesigen Weltarchiv, das die Überreste der Zivilisation enthält, und fragt mit stoischem Ausdruck: "Warum nur haben wir die Klimakatastrophe nicht verhindert, als wir noch die Chance dazu hatten?"

Der letzte Mensch, gespielt vom oskarnominierten Schauspieler Pete Postlethwaite, sucht in dem Film "The Age of Stupid" vor seinem interaktiven Bildschirm nach Antworten. Sechs wahre Geschichten, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentieren den alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit – und geben eine erschütternde Antwort, warum wir unseren Lebensraum nicht bewahren konnten.


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Vom Klimawandel erzählt der Film The Age of stupid

Vom Klimawandel erzählt der Film The Age of stupid

In glaubhaften Bildern, ohne anklagend zu sein, legt der Film eine Denkart offen, die auf stetes Wachstum zielt – und an ihrem Größenwahn zugrunde geht. Gleichzeitig zeigt die Regisseurin Franny Armstrong aber auch alternative Ansätze, erzählt von gewöhnlichen Menschen, die vor der eigenen Nase mit einem großen Umbruch beginnen – einem Umbruch, der zu einem völlig neuen Umgang mit den Ressourcen der Erde führt.

In ihrem Film plädiert sie für eine eigenständige, selbstverantwortliche Haltung: "Entweder widmen wir uns jetzt ernsthaft dem Klimawandel, oder wir löschen einen Großteil des Lebens auf der Erde aus. Die Zukunft von all dem, was wir als Spezies erreicht haben, steht auf dem Spiel."

Während Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" das Interesse vieler Menschen an Klimafragen geweckt hat, geht "The Age of Stupid" einen Schritt weiter und hinterfragt den moralischen, psychologischen Nährboden, auf dem heutzutage jeder einzelne Weltenbürger das Klima betreffende Entscheidungen fällt. Entscheidungen, die angesichts der sich häufenden Naturkatastrophen der Welt schon bald ein neues Gesicht geben könnten.

Der Film wird in Zusammenarbeit mit Bündnis 90 / die Grünen Jülich gezeigt.

In Kooperation mit der evangelischen Erwachsenenbildung bringt der Kulturbahnhof am Donnerstag, 23. Mai, ebenfalls um 18 Uhr.

Wenn Kinder nicht von klein auf lernen, dass die Menschen verschieden sind, wann dann? Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms "Berg Fidel - Eine Schule für alle" stehen vier Kinder, die die inklusive gleichnamige Grundschule in Münster besuchen. Drei Jahre hat Hella Wenders die Kinder in der Schule, zu Hause und in ihrer Freizeit mit der Kamera begleitet. Die Kinder erzählen von sich selbst und lassen uns teilhaben an ihren Vorlieben, Träumen und Sorgen. Wir erleben mit ihnen, wie es ist mit verschiedenen Menschen auszukommen. Kein Erwachsener kommt explizit zu Wort. Die Bilder sprechen für sich. Und wir staunen über eine kleine Welt, die auf wundersame Weise funktioniert.

„Ich kann nicht gut hören und auch nicht gut sehen und das ist halt ein Stickler Syndrom und ein Syndrom ist etwas, wo etwas schon von Geburt an anders ist […] aber mich stört es eigentlich nicht. Ich kann trotzdem ziemlich genauso schnell rennen wie der Niklas.“ (David, 10 Jahre alt, Schüler der Berg Fidel Grundschule).


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