Jülich jetzt Teilstand-Ort der Uni Düsseldorf
Von Redaktion [16.05.2013, 09.47 Uhr]

Historisch sind die Bindungen nach Düsseldorf seit den Zeiten des Herrscherhauses Jülich-Kleve-Berg. Jetzt ist die Festungsstadt ein Teil-Standort der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Die neuen Lehrräume für Bioorganische Chemie auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich, ließ sich die Uni 1,8 Millionen Euro kosten. Eröffnung wurde am gestrigen Mittwoch, 15. Mai, gefeiert.

Gruppenfoto bei der Einweihung der neuen Räume am Institut für Bioorganische Chemie.

Gruppenfoto bei der Einweihung der neuen Räume am Institut für Bioorganische Chemie.

"Mit unseren neuen Räumen können wir jetzt nicht nur zusätzliche, bestens ausgestattete Praktikumsplätze für die Biochemiestudiengänge anbieten, sondern auch erstmals Wahlpflichtmodule im Bereich Chemie", so Prof. Jörg Pietruszka, Direktor des Instituts für Bioorganische Chemie bei der Einweihungsveranstaltung am 15. Mai. Mit den Baumaßnahmen auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich reagiert die Heinrich-Heine-Universität auch auf die steigenden Studierendenzahlen gerade in den Naturwissenschaften, die damit eine moderne Ausstattung für die Lehre erhalten.

"Ich freue mich für das Forschungszentrum Jülich, dass die Universität ihre Lehre am Standort Jülich verstärkt und hoffe auf einen weiter zunehmenden Besuch durch die Studierenden aus Düsseldorf", erklärt Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich. "Es ist für unsere Studierenden ein prägendes Erlebnis, schon früh im Studium mitten in einem Hightech-Labor zu arbeiten. Der Campus des Forschungszentrums Jülich ist in diesem Sinne ein besonders eindrucksvolles Forschungsumfeld.", so Prof. H. Michael Piper in seinem Grußwort.

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Insgesamt wurden zwei neue Praktikumsräume, ein Seminar-, sowie zwei Gruppenarbeitsräume am Institut für Bioorganische Chemie neu aufgebaut und mit moderner Technik ausgestattet. Die Investitionssumme für Baumaßnahmen und Ausstattung betrug mehr als 1,8 Millionen Euro. Zusammen mit dem ebenfalls in Jülich angesiedelten Düsseldorfer Institut für Molekulare Enzymtechnologie können so maximal 50 Bachelorstudierende betreut werden. Während der mehrwöchigen Blockpraktika können die Studierenden einen Busshuttle zwischen Düsseldorf und Jülich nutzen.

Im Jahr 2004 wurde das Institut für Bioorganische Chemie unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Pietruszka neu gegründet. Die Wissenschaftler des Instituts forschen im Bereich der Biokatalyse. Schwerpunkt ist die Synthese von Natur- und Effektstoffen, etwa von marinen Oxylipinen – die inter- und intrazelluläre Signalfunktionen haben – oder von Psymberin, einem hochgradig zytotoxischen Stoff, der in Meeresschwämmen vorkommt. Es besteht die Hoffnung, Psymberin in der Krebstherapie einsetzen zu können.

Das Institut arbeitet eng mit dem Institut für Bio- und Geowissenschaften des Forschungszentrums Jülich und mit Partnern von verschiedenen Düsseldorfer Instituten zusammen. Es ist Partner im „Bioeconomy Science Center“, einem führenden Forschungsverbund zur Bioökonomie. Prof. Pietruszka hat unter anderem die Sprecherrolle des Graduiertenclusters CLIB-GC sowie der Graduiertenschule iGRASPseed (gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Willbold, Institut für Physikalische Biologie) inne, zwei Einrichtungen für die Ausbildung exzellenter Nachwuchsforscher.


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