Vierte Exkursion zum Thema Bergschäden

Wenn in Jülich der Boden sinkt und Häuser wackeln
Von Redaktion [18.04.2013, 09.51 Uhr]

Bergbau-Schäden auf die Spur kommen Exkursionsteilnehmer am Samstag, 4. Mai mit dem Fachmann Dipl.-Ing. Peter Immekus vom Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V.. Ihn haben Bündnis 90/ Die Grünen für eine Begehung in Jülich gewonnen. Das Thema der zweistündigen Erkundungstour lautet "Wenn der Boden sinkt und Häuser wackeln".

Die negativen Folgen des Bergbaus für Mensch und Umwelt sind auch im Kreis Düren sichtbar und spürbar. Der Braunkohlebergbau zerstört nicht nur wertvolle alte Landschaften und beraubt Menschen ihrer Heimat, sondern er verursacht auch sogenannte Bergschäden an Straßen und Gebäuden. Häufig werden diese Bergschäden von den Bürgerinnen und Bürgern gar nicht als solche wahrgenommen und erkannt.

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Die Schäden sind dabei keineswegs auf die unmittelbare Tagebauumgebung beschränkt, sondern treten in der gesamten Region, bis nach Aachen, Köln, an den Rand der Eifel und an den Niederrhein, auf. Daher ist davon auszugehen, dass, über die bekannten Schadensfälle hinaus, hunderte, wenn nicht tausende Gebäude durch den Braunkohlebergbau in Mitleidenschaft gezogen werden, ohne dass die Betroffenen dies damit in Verbindung bringen.

RWE ist nach dem Bundesberggesetz zwar verpflichtet, für die Beseitigung der Schäden aufzukommen, doch die Praxis sieht anders aus: Betroffene führen einen zermürbenden Kampf mit dem Konzern um die Anerkennung als Bergschäden. Die Grünen fordern daher, das Bundesbergbaugesetz in vollem Umfang auf den Prüfstand zu stellen, um wie in anderen Rechtsbereichen eine Abwägung der Interessen der Anwohner, der Wirtschaft und des Umwelt- und Wasserschutzes zu ermöglichen.

Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung erwünscht bei Bundestagsmitglied Oliver Kriescher unter oliver.krischer@wk.bundestag.de. Sowohl der Dürener Abgeordnete als Sprecher für Energiewirtschaft der Grünen Bundestagsfraktion wie seine Düsseldorfer Landtagskollegin Gudrun Zentis, Sprecherin für Bergbausicherheit der Grünen Landtagsfraktion, nehmen an der Exkursion teil.


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