Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe

Straßenfest in Koslar ist eine „Schnapsidee“
Von Britta Sylvester [07.09.2005, 07.17 Uhr]

Ein großer Wurf - das Fest und seine Spiele.

Ein großer Wurf - das Fest und seine Spiele.

Es begann als echte Schnapsidee – am Samstag, 3. September, nun wurde es in die Tat umgesetzt: Das erste Nachbarschaftsstraßenfest in Koslar. Während der diesjährigen Kommunionfeiern im Ort beschlossen einige Eltern in Bierlaune „man müsse doch einfach mal ein Straßenfest in der Nachbarschaft veranstalten“. Und dann, Anke Keppel schmunzelt noch heute bei der Erinnerung daran, „flatterte ein paar Tage später tatsächlich ein Rundbrief aus einem anderen Teil des Baugebietes in unsere Postkästen“. Inhalt des Schreibens: Der Vorschlag doch gemeinsam ein Strassenfest zu organisieren. Kurzentschlossen lud Familie Scheidt zum Treffen in der Kneipe. Eine Handvoll Bewohner des noch immer so genannten Eurode-Baugebietes traf sich dort und trug eine ganze Menge Ideen zusammen. Vor allem für den Nachwuchs in der neuen Siedlung, genauer in der Kurt-Schumacher und der Fritz-Deutzmann-Strasse, sollte es reichlich Vergnügungsmöglichkeiten geben. Am Samstag mittag um zwölf Uhr fiel der Startschuss.

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Feierlaune unter bunten Luftballons im Eurode-Wohngebiet.

Feierlaune unter bunten Luftballons im Eurode-Wohngebiet.

Dank reichlich sprichwörtlicher Nachbarschaftshilfe war ein reichhaltiges Buffet, von Kaffee und Kuchen über scharfes indisches Curry und türkische Pizza bis hin zum klasssischen Grillfleisch, zusammen gestellt worden. Ein Nachbar hat kurzerhand bei Familie und Freunden Geld für eine Hüpfburg gesammelt, Bekannte von der Feuerwehr steuerten ein feucht-fröhliches Spiel bei, eine Erzieherin schminkte gemeinsam mit einer Mutter unermüdlich Kindergesichter und die am Nachmittag immer zahlreicheren großen Besucher verteilten sich mit dem einen oder anderen kühlen Blonden an die vielen Biertische. Selbst eine Runde auf dem Pony gehörte zum Angebot.
Fazit: Nicht jede Schnapsidee hat diese Bezeichnung auch verdient.

Im nächsten Jahr soll es weitergehen, vielleicht wird dann gleich das ganze Dorf eingeladen.


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