Bilaterale Kooperation in Jülich vertieft
Von Redaktion [13.04.2013, 13.48 Uhr]

Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel mit Vizeforschungsminister Igor Fedjukin im Forschungszentrum Jülich.  Quelle: Forschungszentrum Jülich

Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel mit Vizeforschungsminister Igor Fedjukin im Forschungszentrum Jülich. Quelle: Forschungszentrum Jülich

Die Vertiefung der forschungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland stand im Mittelpunkt eines zweitägigen Treffens im Forschungszentrum Jülich. Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, hieß die Delegationen in Jülich willkommen.

Unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, und des russischen Vize-Forschungsministers Igor Fedjukin fanden die offiziellen Gespräche zur Deutsch-Russischen Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit (WTZ) in Jülich statt. Rachel und Fedjukin gaben einen strategischen Überblick über die forschungspolitischen Entwicklungen in ihren Ländern. Beide zeigten sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Zusammenarbeit. Prof. Sebastian M. Schmidt analysierte in einem Fachvortrag die Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf der Ebene der Forschungsinstitutionen. Weitere Themen des zweitägigen Treffens waren u.a. die bilaterale Anerkennung von Hochschulabschlüssen, die Berufsausbildung, die Biotechnologie sowie Physikalische Großgeräte.

Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel: "Russland und Deutschland sind seit vielen Jahrzehnten vertrauensvolle und verlässliche Partner. Seit einigen Jahren existiert eine strategische Partnerschaft unserer Länder auf den Gebieten Forschung, Entwicklung und Bildung, welche eine noch vielfältigere Zusammenarbeit ermöglicht. Diese wollen wir in Zukunft weiter vertiefen." Thomas Rachel MdB sprach sich "für die freie Ausübung von Wissenschaft und Forschung sowie für aktive und lebendige Zivilgesellschaften" aus: "Denn ihre Kreativität und ihr Potenzial sind zum Nutzen aller.“

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Das Abkommen zur WTZ wurde 2009 geschlossen. Ziele sind u.a. die Beteiligung an internationalen Forschungsprogrammen zur Lösung globaler Probleme, der Ausbau und die Verbesserung bilateraler Beziehungen und der Zugang zu interessanten Forschungsregionen und -infrastrukturen. Insbesondere die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Neutronenforschung soll intensiviert werden.

Russland ist auch für die Helmholtz-Gemeinschaft ein wichtiger strategischer Partner. Die Helmholtz-Gemeinschaft pflegt enge und sehr gute Beziehungen zur russischen Wissenschaft und arbeitet seit Jahren mit russischen Forschungseinrichtungen zusammen, zum Beispiel beim Aufbau von großen Infrastrukturen für die Forschung wie dem Teilchenbeschleuniger FAIR in Darmstadt oder dem Röntgenlaser European XFEL in der Region Hamburg. Seit kurzem arbeiten Helmholtz-Zentren und russische Forschungseinrichtungen auch auf dem Feld der Rohstoffforschung zusammen.

Auch das Forschungszentrum Jülich kooperiert mit russischen Partnern im Rahmen der deutsch-russischen Zusammenarbeit. Zuletzt konnten beispielsweise zwei vom BMBF geförderte gemeinsame Forschungsprojekte mit jeweils mehr als einer Million Euro Förderung an den Start gebracht werden, die aus einem bilateral abgestimmten Wettbewerb hervorgegangen sind. Es handelt sich in beiden Fällen um innovative umwelttechnologische Vorhaben zur Entwicklung von Brennstoffzellen, an denen neben Jülich auch Partner der Region wie z.B. die FCPower Fuel Cell Power Systems GmbH aus Würselen beteiligt sind.

Nach Abschluss der Konsultationen besichtigten beide Delegationen das Forschungszentrum Jülich, wo Besuche im Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) und im Institut für Energie- und Klimaforschung auf dem Programm standen


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