Programm

Amerikanische Geschichtsstunden im KuBa-Kino
Von Redaktion [28.03.2013, 08.44 Uhr]

Jim und Huck Finn auf dem Floß

Jim und Huck Finn auf dem Floß

Die für europäische Verhältnisse noch junge Geschichte von Amerika steht nach Ostern im Fokus des Kinoprogramms im Kulturbahnhof Jülich: Im Kinderkino sind am Oster-Montag, 1. April, - kein Scherz - um 17 Uhr "Die Abenteuer des Huck Finn" zu sehen. Ein Stück Gesellschaftsgeschichte Amerikas aus der Feder von Mark Twain.

Huck Finn sitzt jeden Tag brav geschniegelt und gestriegelt bei Witwe Douglas und Miss Watson am Tisch und wird vom gehorsamen Haus-Sklaven Jim bedient, geht in die Schule und auch regelmäßig in die Kirche. Schließlich sind er und sein bester Kumpel Tom Sawyer, seit sie bei ihrem letzten Abenteuer einen Schatz gefunden haben, sehr wohlhabende Jungs. - Was hier nicht stimmt? - Richtig! Jungs wie Tom & Huck sind doch nicht geschniegelt und gestriegelt!

Huck Finn liebt nichts so sehr, wie unter freiem Himmel in seiner Regentonne zu leben, Fische zu fangen und am Lagerfeuer am Stock zu braten. Schuhe, Jacketts, Hemdkragen - wofür soll das gut sein? Wann immer es geht, stehlen sich die beiden davon ... Doch eines Tages ist es vorbei mit dem braven Dorfleben nebst kleinen Freiheiten. Hucks versoffener, gieriger Vater taucht in St. Petersburg auf. Und er führt nichts Gutes im Schilde. Der Landstreicher und Tunichtgut ist nämlich der Ansicht, dass Hucks Reichtum ihm als Vater ganz allein zusteht.

Bevor der Alte Unheil anrichten kann, flieht Huck und mit ihm Jim, der zufällig mitbekommt, dass Miss Watson ihn an Sklavenhändler verkauft hat. Auf einem selbst gebauten Floß machen sich die beiden auf den gefährlichen Weg immer den Mississippi runter nach Cairo, und von dort aus nach Ohio, in ein Land, wo Sklaverei verboten ist und Jim sich ein Leben als freier Mann aufbauen kann. Das ist der Plan. Verfolgt von Hucks Vater und drei skrupellosen Sklavenjägern erlebt Huck sein bislang wohl größtes und gefährlichstes Abenteuer.

Werbung

Szene aus "Lincoln"

Szene aus "Lincoln"

"Lincoln" wie die Welt ihn noch nie sah, steht mit Oscar-Preisträger Daniel Day Lewis in der Hauptrolle, am Oster-Montagabend, und Dienstag, 2. April, jeweils um 20 Uhr auf dem Programm.

Steven Spielbergs neuester Film "Lincoln" ist eine Chronologie der letzten vier Monate im Leben des einflussreichsten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Als Lincoln 1864 seine zweite Amtsperiode als 16. Präsident antritt, steht die junge Nation durch den blutigen Bürgerkrieg vor der Zerreißprobe. Mit Mut und Entschlossenheit widmet sich der republikanische Politiker der fast unlösbaren Aufgabe, den Krieg zu beenden, Nord- und Südstaaten zu versöhnen und die Sklaverei abzuschaffen. In jenen wenigen Monaten vor seiner Ermordung am 15. April 1865 durch einen Attentäter wird Lincoln in einem unerhörten Kraftakt die entscheidenden Weichen für das Schicksal kommender Generationen stellen.

Der zweifachen Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis hat mit seiner brillanten Darstellung der Präsidenten-Ikone den dritten Academy Award mitnehmen können. Jenseits von Heldenposen verkörpert er die bisher unbekannte Seite des Abraham Lincoln – die eines pragmatischen Taktierers, der mit seinen Gegnern riskante Allianzen schmiedet, um sein Herzensanliegen, das Verbot der Sklaverei, in der Verfassung zu verankern.

Der Film basiert zum Teil auf Doris Kearns Goodwins Lincoln-Biografie "Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln", das Drehbuch verfasste Pulitzer-Preisträger Tony Kushner.

Mit seiner Hommage an den charismatischen Politiker schuf Oscar- Preisträger und Regisseur Steven Spielberg nach "Schindlers Liste" und "Der Soldat James Ryan", erneut ein packendes historisches Epos, das ihn als einen Meister seines Fachs bestätigt.

Hinweis für Kinobesucher: Der Film hat Überlänge.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung