Marlies Heuser ist seit 40 Jahren im Dienst

Stütze der Kirchberger Pfarrcaritas
Von Arne Schenk [05.03.2013, 15.05 Uhr]

Pastor Dr. Peter Jöcken (l.) und Propst Joseff Wolff gratulieren mit Otti Conrad von der Pfarrcaritas (2.v.r.) Marlies Heuser zu 40 Jahre Ehrenamt mit einem Blumenstrauß.

Pastor Dr. Peter Jöcken (l.) und Propst Joseff Wolff gratulieren mit Otti Conrad von der Pfarrcaritas (2.v.r.) Marlies Heuser zu 40 Jahre Ehrenamt mit einem Blumenstrauß.

„Als ich herkam 1976, da war sie schon aktiv“, erzählt Pfarrer Dr. Peter Jöcken, Pfarrer der Wegegemeinschaft Jülich-Südwest in der GdG „Heilig Geist“. „Ich kenne die Pfarrcaritas nur mit Marlies Heuser.“

Bereits seit 1972 engagiert sich die Kirchbergerin für die acht Jahre zuvor ins Leben gerufene örtliche Pfarrcaritas und gilt somit beinahe als „Frau der ersten Stunde“. Für 40 Jahre ehrenamtliche Arbeit ist sie nun von Propst Josef Wolff mit einer neuen Ehrennadel. Die erste bekam Marlies Heuser bereits für 25 Jahre ihrer Tätigkeit.

„Sie alle tun es für Gottes Lohn“, richtete sich Wolff an die Pfarrcaritasrunde. Auch die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen seien sehr bereichernd. Daneben habe er Präsente als kleine Anerkennung mitgebracht: einen Schlummertrunk für das körperliche und ein Buch über die selige Franziska Schervier, Gründerin der Ordensgemeinschaft der Armen-Schwestern vom Heiligen Franziskus in Aachen für das geistige Wohl.

Ihr Spruch „Worte alleine vermögen nichts“ passte denn auch bestens auf den Eifer der Pfarrcaritas und zu diesem Anlass besonders auf Marlies Heuser. Vor 40 Jahren ermutigte sie Magdalene Bock dazu, sich für soziale Zwecke einzusetzen. Von ihr übernahm Heuser später die Hauptkasse. Lange war sie so für Führung der Beiträge, Haussammlungen und Spenden zuständig, ehe sie die Führung der Kasse aus Gesundheitsgründen vor ein paar Jahren an Birgit Holländer weitergab.

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„Und dann habe ich noch 37 Jahre lange Krankenhausbesuchsdienste gemacht“, bemerkt Marlies Heuser. Dies hat sie aber nach einem Unfall und daraus resultierenden Komplikationen im vorigen Jahr abgegeben. Dennoch fährt sie jede Woche zum Jülicher Krankenhaus und holt die Liste der betreffenden Patienten ab und gibt sie dann weiter.

Doch in Sachen Ostergeschenke bringt sie ihre ganze Erfahrung als eine der Ältesten auch in Zukunft künftig mit ein. „Dann kommen die Kassiererinnen und geben mir die Liste, und ich gehe das dann im Dorf so nach, dass keiner vergessen wird.“ Über 80-Jährige und Kranke, die ihre Heimstatt nicht verlassen können, werden dann besucht. Ursprünglich zu Weihnachten veranstaltet, wenn die älteren Leute ohnehin von jemandem bedacht werden, hat sich der Brauch nach Ostern hin verlagert, damit auch dann jemand an sie denkt.

Neben vier Ostereiern befindet sich auch ein Osterkranz in dem Präsent. „Morgens backen wir die Kränze, verpacken sie gegen 11 Uhr, und dann wird das sofort verteilt, dass die Menschen ihn auch frisch da haben. Da freuen sie sich jedes Jahr drauf.“ Auch bei Geburtstagen zum 75. sowie ab 80 bereitet sie den Geburtstagskindern eine Freude im Namen der Caritas.
Überhaupt gehört das Engagement in Sachen Kirche fest zu Marlies Heusers Leben. Ihr Mann Peter kümmert sich mit einer Riege Männer darum, dass der Rasen rings um das Gotteshaus gemäht ist. Gemeinsam sind sie seit Jahren sowohl seit 27 Jahren im Romchor als auch noch länger im Kirchenchor. „Es fehlen noch Stimmen in beiden Chören“, seufzt sie.

Für ihre Zukunft wünscht sie sich lediglich eines: Gesundheit. Dem entsprechend zollte Propst Wolff hinsichtlich ihrer Aktivitäten seine Anerkennung: „Bleiben Sie gesund an Leib und Seele, bleiben Sie der Pfarrcaritas möglichst lang erhalten. Wir sind sehr sehr dankbar.“


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