Aus dem Ausschuss

Bald CarSharing-Station in Jülichs City?
Von Redaktion [21.09.2012, 15.59 Uhr]

Fast verborgen von den Städtern hat die Fachhochschule am Standort Jülich schon seit Mai eine CarSharing-Station auf dem Campus Merscher Höhe. Jetzt zieht die City nach: Auf der Kölnstraße soll in Jülichs Innenstadt Tauschwagen geparkt werden. Fernziel könnte es sein, das System auszubauen. Bei den politischen Vertretern stieß das Vorhaben auf breite Unterstützung.

Erfahrungsgemäß, so schilderte Geschäftsführerin Gisela Warmke vom Aachener Anbietet „Cambio“ im jüngsten Planungs-, Umwelt-, Bauausschuss sei jedoch eine einzelne Station ohne Netzanbindung auf Dauer nicht lebensfähig. Damit das Angebot für viele Menschen interessant wird, muss ein Stationsnetz aufgebaut werden, das Privatleuten und Gewerbetreibenden die Sicherheit gibt, jederzeit bei Bedarf ein Fahrzeug in Anspruch nehmen zu können. Je dichter das Stationsnetz und je attraktiver das Angebot, umso deutlicher zeige sich die Wirkung im durch parkende Autos stark belasteten Stadtraum.

Bei einem Ortstermin mit der Verwaltung hat „cambio“ hat zwei neue Standorte ausgeguckt. Vor dem Kiosk auf dem Schlossplatz an der Kölnstraße könnte nach Aussage der Verwaltung in einem Bereich, in dem bisher noch keine Stellplätze angelegt sind, Platz für zwei Autos
geschaffen werden.

Klar ist dem Unternehmen auch, dass die Einwohnerdichte entscheidend für die Akzeptanz des Leih-Systems ist. In Deutschland gäbe es wenige Städte unter 50.000 Einwohner, die ein professionelles CarSharing-Angebot besitzen. Daher bedeute die Einrichtung in Jülich für „cambio“ bedeutet Jülich eine neue Erfahrung. „Gelingen kann der Aufbau nur im Einvernehmen und mit Unterstützung der Politik, der Stadtverwaltung und der Bürger“, ist Warmke überzeugt.

Werbung

Das System des CarSharing stellte die Geschäftsführerin ausführlich vom Procedere der Buchung, Tarifbindungen und der monatlichen Abrechnung bis zum praktischen Nutzen. Einerseits schilderte sie eindrucksvoll, wieviel Freiheit das System bietet- etwa in der Auswahl der Wagenklassen – als auch in der Möglichkeit, nur stundenweise das Fahrzeug zu nutzen. Außerdem habe man stets einen reservierten Parkplatz. Wirtschaftlich sei es, wenn man weniger, wenn weniger als 10.000 Kilometer gefahren würden. Also eine gute Alternative zum Zweitwagen. „Wir verstehen uns als Ergänzung zum Öffentlichen Nahverkehr.“

cambio Aachen (Stadtteilauto CarSharing GmbH) betreibt seit 1990 in Aachen CarSharing. Aus dem gemeinnützigen Verein, hat sich im Laufe der Jahre ein anerkannter und professioneller Mobilitätsanbieter und Partner des öffentlichen Nahverkehrs entwickelt. Aktuell bietet cambio in Aachen 95 Fahrzeuge verschiedener Größe an 25 Stationen an. Sie werden zurzeit von 4000 Kunden genutzt.

Im Jahre 2000 schlossen sich die CarSharing-Unternehmen aus Aachen, Bremen und Köln zur cambio-Gruppe zusammen und gründeten einen neuen CarSharing-Systemdienstleister mit wirtschaftlich unabhängigen Betrieben vor Ort. Heute ist cambio in zwölf weiteren deutschen Städten vertreten und bietet zusammen mit einem belgischen Partner in allen belgischen Großstädten Cars Häring anan. Die Kunden können somit nicht nur auf die Aachener Autos zurückgreifen, sondern auch überregional in allen cambioStädten in Deutschland und Belgien fahren.

Mehr zum Thema


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Rundum

Kreatives Lösungsmodell im Aldenhovener KIM-Prozess [09.04.2017, 14.00 Uhr]  >>
Düren: Den Umgang mit Demenz lernen [09.04.2017, 13.51 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung