Neuer Superrechner im Forschungszentrum

JUBL-Premiere in Jülich
Von Redaktion [25.08.2005, 11.17 Uhr]

Eher unscheinbar kommt der JUBL daher. Foto: FZJ

Eher unscheinbar kommt der JUBL daher. Foto: FZJ

Mehr als einen Quantensprung bedeutet der neue Superrechner JUBL des Forschungszentrums Jülich. "Dank JUBL bietet sich die Möglichkeit, mit bisher unerreichter Genauigkeit die Welt der Quarks und Quanten zu simulieren", sagt Stefan Krieg vom Zentralinstitut für Angewandte Mathematik (ZAM). Der Physiker darf ab August als erster Wissenschaftler die 5,6 Teraflops Spitzen-Rechenleistung nutzen. Mit seinen Rechnungen ist Krieg den Kräften zwischen den kleinsten Bausteinen der Natur, den Quarks, auf der Spur. Andere Forscher werden bald ebenfalls auf JUBL rechnen. Zurzeit nutzen 150 Gruppen aus ganz Deutschland und Europa die Jülicher Supercomputer-Ressourcen von insgesamt nun 14,5 Teraflops.

Neben der Hardware bietet das ZAM im Forschungszentrum Jülich auch langjähriges Know-how und moderne Software-Werkzeuge, um Superrechner in vielen Problemfeldern optimal zu nutzen. JUBL aus der Baureihe Blue Gene/L der Firma IBM belegt Platz 60 der aktuellen Supercomputer-Rangliste, die von seinem baugleichen großen Bruder aus Livermore (USA) mit der 30fachen Leistung angeführt wird.

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2048 Prozessoren arbeiten im Innern von JUBL und sind über verschiedene Netzwerke verbunden. "Dadurch lässt sich JUBL sehr flexibel für die unterschiedlichsten Bereiche einsetzen", sagt Krieg. Dementsprechend wollen nicht nur Teilchenphysiker, sondern auch Biologen, Chemiker, Astrophysiker und Mathematiker ihre Modelle mit JUBL simulieren. Bewährt sich die Architektur von Blue Gene/L für die komplexen Jülicher Anwendungen, könnte schon bald ein Nachfolger mit der 50fachen Leistung ins ZAM einziehen. Den Bedarf dafür in den nächsten Jahren haben die Forscher schon angemeldet.

Die offizielle Einweihung von JUBL (Jülicher Blue Gene/L) ist für den Spätherbst geplant.


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